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Die Rodungen der teils uralten Buchen-Wälder des UNESCO-Weltnaturerbes "Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas" stehen am heutigen Mittwoch im Zentrum in einer Diskussionsveranstaltung der EU-Parlamentarier Anna Deparnay-Grunenberg und Martin Häusling (Grüne). Ihr Ziel ist es, die illegalen Abholzungen in den Karpaten-Wäldern, einem der größten Naturschätze Europas, endlich zu stoppen und diese Keimzellen artenreicher Wälder Europas zu erhalten.

Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen und Mitglied im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments kommentiert:
„Natürliche Urwälder werden auf unserem Planeten immer seltener. Fassungslos schauen wir auf die Naturvernichtung im Amazonas. Aber zu unserem Entsetzen findet diese Vernichtung auch mitten in Europa statt! Hier in Europa aber können und müssen wir konkret handeln, um den Naturfrevel zu verhindern. Die Rodungen in den Karpaten sind illegal. Sie verstoßen gegen die Auflagen aus dem europaweiten Netzwerk Natura 2000 und führen zu ökologischem und menschlichem Leid. Wird diese Naturzerstörung nicht sofort beendet, dann drohen auch Konsequenzen hier bei uns in Deutschland. Denn wenn die rumänischen
Karpaten-Buchenwälder den UNESCO-Weltnaturerbe-Status verlieren, dann könnte auch die Aberkennung dieses Titels für die ebenfalls zu dem Cluster gehörende Nationalparke wie der Kellerwald, der Hainich oder der Serrahn folgen. Ein immenser Verlust für uns alle.“

Anna Deparnay-Grunenberg, Mitglied im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments ergänzt:
„Die Urwälder der Karpaten sind einzigartig in Europa. Nirgends sonst gibt es noch unangetastete Natur in diesem Umfang und nirgends sonst ist der Artenreichtum in der Tier- und Pflanzenwelt größer. In Zeiten der Klimakrise und des Waldsterbens werden diese Urwälder hier zu genetischen Schatzkammern. Dieser Einzigartigkeit verdanken sie auch ihren Schutzstatus und wir müssen alles Erdenkliche tun, um weiteren Verlust von Wäldern und Artenvielfalt zu verhindern.
Auch die EU-Kommission ist in der Pflicht, alle ihr zur Verfügung stehenden Hebel zu nutzen, um den Raubbau an unseren Naturschätzen zu stoppen. Ich bin überzeugt, dass eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in den betroffenen Gebieten möglich ist. Diese würden den Menschen vor Ort einen würdigen Lebensunterhalt ermöglichen - im Einklang mit der Natur.“

Veranstaltung zu den Karpaten: https://www.martin-haeusling.eu/termine/2456-save-the-date-lunch-event-on-the-carpathian-mountains.html
http://www.weltnaturerbe-buchenwaelder.de/

 

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