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Saatgut

Ökosaatgut – ökologische Züchtung forcieren!

Martin OrganicSeedsSaatgut, welches im Ökolandbau aktuell verwendet wird, stammt überwiegend aus konventioneller Züchtung. Es ist zwar unbehandelt, aber nur sehr selten stammt es auch aus ökologischer Zucht. Der Zugang zu pflanzlichem Vermehrungsmaterial als auch die Züchtung für den ökologischen Landbau waren innerhalb der Zulassungsregularien bislang sehr begrenzt.

Um die bestehenden Ausnahmeregelungen für die Nutzung konventionellen Saatgutes langsam auslaufen lassen zu können und die Züchtung und den Markt für geeignetes ökologisches Saatgut auszuweiten, wurde eine Definition für heterogenes Material und ökologische Sorten, die es so vorher nicht gab, in die neue Öko-Verordnung aufgenommen. Beispielsweise dürfen nun alte Landsorten und neue Züchtungen, die bislang wegen der geltenden Saatgutrichtlinien nicht vermarktet werden durften, in der EU vermarktet werden. Des Weiteren wurde die Bio-Pflanzenzucht in den EU-Aktionsplan für den ökologischen Landbau aufgenommen. Auch eine EU-weite Datenbank zu Ökosorten wird eingerichtet. Wir Grüne im Europaparlament haben zum ökologisch gezüchteten Saatgut Mitte Oktober eine Konferenz mit veranstaltet, in der noch einmal deutlich wurde, dass der ökologische Landbau ökologisch gezüchtetes Saatgut braucht und welche Potentiale darin stecken: Robustere Pflanzen und Tiere, stabilere Ökosysteme, größere Artenvielfalt. Eine weitere Konferenz im November, zusammen mit Demeter Europe, informierte über den aktuellen Stand von Zucht und Markt in Europa.

Video der Konferenz zum ökologisch gezüchteten Saatgut im EP.

EU muss Bayer-Monsanto-Deal stoppen

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Am 14. September 2016 hat die deutsche Bayer AG eine Einigung mit dem US-amerikanischen Konzern Monsanto zum Kauf des Unternehmens erzielt.

Wird der Mega-Deal genehmigt, wird der Leverkusener Konzern zum mächtigsten Agrarkonzern der Welt, der seine führende Stellung in der Herstellung von Agrochemikalien mit der Marktführerschaft für Saatgut und Agrogentechnik des vormaligen Konkurrenten vereint.

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Briefing zur EU-Saatgut-Verordnung: Wie geht es nach der EP-Ablehnung des Kommissionsvorschlags weiter?

Am 11. März 2014 hat das Europäische Parlament mit großer Mehrheit die Vorschläge der Kommission zur EU-Saatgut-Verordnung abgelehnt. Ein wichtiger Erfolg für uns Grüne, den wir durch Unterstützung einer engagierten Zivilgesellschaft erreichen konnten.

Bezugnehmend auf die Diskussionen, wie sich diese Entscheidung auf das weitere Beratungsverfahren der Verordnung auf EU-Ebene auswirken könnte, möchte ich ein Briefing zur Verfügung stellen.

Für Nachfragen stehen ich und mein Team gern zur Verfügung,

Martin Häusling

Freies Saatgut statt Konzerngetreide/ von AktionAgrar

170421 Video freies Saatgut Saatgut geht uns alle an. Wie Konzerne es anstellen, das Saatgut weltweit unter ihre Kontrolle zu bekommen und wie das unsere Umwelt und unser Essen ärmer macht, das zeigt das Video von Jan-Philip Roza, das er mit Unter- stützung von aktion-agrar und der Saatgutkampagne gedreht hat.

Petiton jetzt unterschreiben: Bayers Mega-Deal muss gestoppt werden

160527 tweet bay santo-> Zur Petiton

Die Übernahme von Monsanto würde Wettbewerb, Wahlfreiheit und genetische Vielfalt unzulässig beschneiden

Good for business, bad for us - Why Bayer buying Monsanto is more than just another merger

Die geplante Übernahme des US-Agrarkonzerns Monsanto durch den deutschen Pharma- und Pflanzenschutzriesen Bayer muss aus wettbewerbsrechtlichen und politischen Gründen verhindert werden, verlangen die Europaabgeordnete Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen/EFA und Sven Giegold, finanzpolitischer Sprecher der Grünen/ EFA im Europäischen Parlament. In einem gemeinsamen Brief an EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager, Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel sowie den Präsidenten des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, begründen Häusling und Giegold diese Forderung mit der unzulässigen Konzentration der Macht auf dem Saatgut- und Agrarchemiemarkt.
Sollte es Bayer gelingen, Monsanto zu schlucken, dann würde der Leverkusener Konzern zur Nummer eins auf dem Agrarchemiemarkt aufsteigen und zugleich das größte Saatgutunternehmen der Welt werden. Man braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, welche Folgen dies für die bereits jetzt deutlich eingeschränkten Wettbewerbsstrukturen auf dem europäischen Agrarmarkt, für die Wahlfreiheit in der landwirtschaftlichen Erzeugung sowie für die Verbraucher haben wird.

Antwortbrief der EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager von 20.06.2016

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Konzentration der Marktmacht auf dem europäischen Saatgut-Markt

140129 Saatgutmarkt Studieim Auftrag der Grünen/EFA im Europäischen Parlament
AUTHOR: IVAN MAMMANA

Im Zuge der Diskussion über den Vorschlag der Kommission für eine Verordnung über die Erzeugung von Pflanzenvermehrungsmaterial und dessen Bereitstellung auf dem Markt (Saatgutverordnung) wurde mehrfach auch von Seiten der Kommission, General Direktion für Umwelt und Gesundheit, angeführt, dass die Erzeugung und Bereitstellung über in der EU über etwa 7000 Saatguterzeuger, überwiegend kleine oder mittlere Züchter, erfolgt.

Wir Grünen/EFA schätzten die Datenlage anders ein und haben daher die Studie „Konzentrationen von Marktmacht auf dem EU-Saatgutmarkt“ in Auftrag gegeben.

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