Grüne Europagruppe Grüne EFA

Tierhaltung und Tierschutz

Give bees a chance: Europäische Grüne diskutieren über Wege für eine bienenfreundlichere Landwirtschaft

 

Am 6. November 2013 stellten die europäischen Grünen Europas drittwichtigstes Nutztier in den Mittelpunkt – die Biene.

In einer Konferenz wurde aufgezeigt und diskutiert, welchen Einfluss unsere Landbewirtschaftung auf ihre Leistung und ihr Überleben hat.


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Stoppt die Massentierhaltung

Vor einer Ausweitung der Massentierhaltung auch in Hessen warnt der Europaabgeordnete und agrarpolitische Sprecher der Grünen/EFA, Martin Häusling:

„Aktuelle Zahlen über den Anstieg vor allem bei den Mastplätzen für Hühner und dem enormen Zuwachs der nach Übersee ausgelagerten Flächen für den Futteranbau zeigen, dass die Entwicklung der deutschen und auch der hessischen Landwirtschaft in eine komplett falsche Richtung läuft. 1,3 Millionen neue Mastplätze in Hessen binnen nur drei Jahren bedeutet eine Zunahmen um satte 239 Prozent.

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Masse statt Klasse - Eine Haltung, die krank macht

Über den Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung und die Zunahme von resistenten Bakterien

Juni 2013 - Eine Studie im Auftrag von Martin Häusling, MEP
Autor: Kathrin Birkel

„In den letzten Jahren ist es in Europa zu einem explosionsartigen Anstieg resistenter Mikroorganismen gekommen, die in der Humanmedizin nicht mehr durch eine Antibiotika-Therapie behandelbar sind. Eine der Hauptursachen ist der massenhafte Einsatz von Antibiotika in der Tiermast. Dieser Entwicklung muss dringend und konsequent etwas entgegengesetzt werden. In der Tierhaltung werden in Deutschland mehr als doppelt so viel Antibiotika eingesetzt – nämlich über 1700 Tonnen, wie im gesamten Humanbereich (hier sind es 800 Tonnen). Das fördert massiv die Entwicklung von Resistenzen. Wer sich nicht für einen deutlich stärkeren Rückgang des Antibiotika-Einsatzes in der Tierhaltung einsetzt, nimmt fahrlässig eine Gefährdung der Gesundheit der Bevölkerung in Kauf.
Unabhängig von der Ausgestaltung der Antibiotika-Politik in den einzelnen Mitgliedstaaten brauchen wir hier ein gesamteuropäisches Vorgehen. Die von mir in Auftrag gegebene Studie zeigt: Wenn eine Mehrzahl der Mitgliedstaaten das Antibiotika-Problem weiterhin negiert, gelangen durch den ausgeprägten europaweiten Nutztierhandel multiresistente Keime auch in Länder, die den Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung restriktiv handhaben. Ein koordiniertes Vorgehen ist also nötig, um eine Aussicht darauf zu haben, den Kampf gegen resistente Bakterien gewinnen zu können."

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Wir brauchen eine Marktpolitik für ländliche Räume und Erzeuger! Export- und Liberalisierungswahn bringt uns nicht weiter!

Brüssel - Zur Konferenz zum Milchmarkt nach 2015 heute in Brüssel, an der über 450 Vertreter aus allen Bereichen der Milchproduktionskette teilnahmen, erklärt Martin Häusling, Mitglied des Agrarausschusses und Koordinator der Grünen/EFA im Europäischen Parlament:

„Es ist erschreckend, wie sehr der blinde Glaube an den sogenannten freien Markt nach wie vor das Denken von Experten bestimmt. Anstatt in Europa stabile regionale Märkte mit qualitativ hochwertigen Produkten zu entwickeln und die Produktion am europäischen Verbrauch zu orientieren, wird an der überholten Exportorientierung und Marktliberalisierung festgehalten.“ So kommentiert Häusling die Expertenstudie zum Milchmarkt, die heute von der Kommission vorgestellt wurde.
 
„Diese Ausrichtung bringt in vielen Bereichen große Nachteile mit sich.

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Exzessiven Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung endlich beenden!

Die neusten veröffentlichten Daten des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zeigen dringenden Handlungsbedarf. Dem maßlosen Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden,  so der Europaabgeordnete und agrarpolitische Sprecher der Grünen, Martin Häusling:

„Die vorgelegten ausgewerteten Zahlen des BVL belegen ganz eindeutig: Wir brauchen endlich eine Gesetzgebung in Deutschland und Europa, die den übermäßigen  Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung eindämmt.
Es ist nicht zu tolerieren, dass im Jahr 2011 alleine im Kreis mit der Postleitzahl 49, also in den Hochburgen der Massentierhaltung in der intensiven Mast (u.a. Osnabrück, Münster Vechta) etwa ein Drittel der gesamten Antibiotikamenge ‑ ca. 700 Tonnen ‑ verabreicht wird (siehe Karte).
Über die Datenerfassung hinaus brauchen wir einen Reduktionsplan wie in Dänemark oder den Niederlanden, der Reduktionsziele verbindlich festschreibt. Zum anderen muss die Verschreibungspraxis der Tierärzte überprüft werden.

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Klonen von Nutztieren – eine ‚todsichere‘ Anwendung?

Agrobiotechnologie: Risiken und Konsequenzen des Einsatzes von Klontieren für die Lebensmittelerzeugung
Autoren: Christoph Then & Ruth Tippe
Mai 2010 - Ein Report von Testbiotech im Auftrag von Martin Häusling, MEP


Titelbild Klonfleisch

Das Klonen von Tieren für die Produktion von Lebensmitteln ist in der Europäischen Union Gegenstand kontroverser politischer Debatten. Die Europäische Kommission will Produkte von geklonten Tieren gemäß der Novel-Food-Verordnung (Verordnung über neuartige Lebensmittel) behandeln. Laut einer Empfehlung des EU-Ministerrates sollen Produkte von geklonten Tieren und deren Nachkommen zunächst unter die Novel-Food-Verordnung fallen und später dann in speziellen Gesetzen behandelt werden.

Das Europäische Parlament forderte 2008 in einer Resolution ein sofortiges Verbot der Vermarktung sowie des Imports von Klontieren und daraus hergestellten Lebensmitteln und bestätigte 2009 seine Haltung in der Entschließung zu neuartigen Lebensmitteln. Seiner Meinung nach solle das Klonen von Nutztieren grundsätzlich einer Genehmigungspflicht unterliegen. Im März 2011 scheiterten die Verhandlungen zwischen Parlament, EU-Kommission und den Mitgliedsländern.

Zusammenfassung der Studie und Fazit von Martin Häusling

  

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