Grüne Europagruppe Grüne EFA

Bodenschutz & Landgrabbing

Martin Häusling unterstützt die Europäische Bürgerinitiative "people4soil"

161027 people for soilJede Minute die vergeht wird der Boden erstickt, verseucht, ausgenutzt, vergiftet, misshandelt, verbraucht.

In Europa gibt es noch kein Gesetz, das den Boden verteidigt.

Den Boden mit Gesetzen zu schützen ist der erste Weg, Menschen, Pflanzen, Tiere zu schützen.Ohne einen gesunden und lebendigen Boden gibt es keine Zukunft. Ein gesunder und lebendiger Boden schützt uns vor Umweltkatastrophen, Klimawandel, Giften auf unserem Teller.

Über 400 Vereinigungen haben sich in der Koalition People4Soil vereint, die von der EU besondere Normen fordert um den Boden zu schützen, einem für das Leben so essentiellen Gut wie das Wasser und wie die Luft.

 

RETTET DEN BODEN MIT EURER UNTERSCHRIFT

Die Europäische Bürgerinitiative wurde angenommen und Sie können unterzeichnen bis 12.09.2017 unter

http://ec.europa.eu/citizens-initiative/public/initiatives/open/details/2016/000002

Links: https://www.people4soil.eu/de

soil report: http://greens-efa-service.eu/whysoilsmatters/

 

Studie "Down to earth - Zum Zustand der Böden in Europas Landwirtschaft“

151015 BodenVA"Down to earth - Der Boden, von dem wir leben: Zum Zustand der Böden in Europas Landwirtschaft“

Etwa 970 Millionen Tonnen fruchtbarer Boden gehen der EU jedes Jahr durch Erosion unwiederbringlich verloren. Immer mehr Böden erleiden einen regelrechten „Burn-out“ ihrer Bodenfruchtbarkeit. Besorgniserregende Fakten, die die Agrarwissenschaftlerin und Co-Autorin des Bodenatlas, Dr. Andrea Beste, aus einer Vielzahl von Forschungsprojekten zum Zustand der Böden in Europa zusammen getragen hat.


In der vorliegenden Publikation zeigt sie die Ursachen dieser Entwicklung auf. Zugleich erläutert sie, welche Therapie Europas Böden dringend benötigen, um sich wieder zu erholen und fit für die Extremwetterereignisse zu werden, die im Zuge des Klimawandels drohen.

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08.10.15 Filmstart "Landraub"

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Am 08.10.15 startet der Film LANDRAUB in den deutschen Kinos.

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2015 zum „Internationalen Jahr des Bodens“ ausgerufen.

Der Dokumentarfilm „Landraub“ des Regisseurs Kurt Langbein und Autors Christian Brüser beschreibt in eindrucksvollen Bildern das Ausmaß, die Ursachen und Folgen von Landraub weltweit.

In ihrem Film zeigen sie, wie indigene Völker und Kleinbauern in Europa, Afrika, Asien und Südamerika vertrieben werden und Nahrung nicht für die Region, sondern im großen Stil für die Märkte in wohlhabenden Ländern produziert wird.

Auch durch EU-Programme, mit deren Hilfe unter anderem riesige Zuckerrohr- und Palmöl--‐Plantagen entstehen, angebaut für Lebensmittel, Biosprit, und Kosmetikprodukte in Europa.

Und es sind Entwicklungshilfe-‐Gelder, mit denen schwerreiche Investoren sich absichern und damit Millionen Bauern ihre Lebensbasis und Entwicklungschancen rauben.

Der agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Europäischen Parlament, Martin Häusling, übt im Film deutliche Kritik an der europäischen Handelspolitik, die weit vom eigenen Anspruch eines Vorbilds entfernt ist und trotz des Wissens um die verheerenden Folgen wohlmeinender Hilfsprogramme wie „Everything but arms (EBA)“ eine Korrektur dieser Fehlentwicklungen schuldig bleibt.

In meinem Positionspapier zeige ich die Verantwortung Europas auf und wie es seine Rolle als Treiber des Landgrabbings ändern kann.

Ab 8. Oktober 2015 in den deutschen Kinos, deutschlandweit Film-Vorführungen mit anschließender Diskussion in diesen Kinos (Terminliste).

HNA-Interview: „Wir haben einen Kampf um Flächen“

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2015 zum Jahr des Bodens erklärt. Jeden Tag sollen in Hessen dreieinhalb Fußballfelder unter Beton verschwinden. Ein HNA - Interview aus Anlass des Weltbodentages: Europaabgeordneter Häusling kritisiert zunehmende Betonierung von Land

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Positionspapier zu Landgrabbing

150916 landgrabSeit 2001 wurde in Asien, Afrika, und Südamerika eine Fläche dem Zugriff der lokalen Bevölkerung entzogen und in (meist) ausländische Hände überführt, die  größer als Westeuropa ist. Sowohl das Tempo der Landnahme als auch der Umfang der Transaktionen haben in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Inzwischen ist sogar Europa und hier vor allem Osteuropa davon betroffen.

Europa ist dabei direkt mitverantwortlich für Landgrabbing, ja es ist unter anderem aufgrund seiner Biosprit-Politik (Erneuerbare-Energien-Richtlinie) sogar weltweit einer der Haupt-Treiber. Die FAO hat bereits 2009 die Biosprit-Politik der EU als wesentlichen Motor des Landgrabbings identifiziert.

2014 hat Kommissionspräsident Juncker in seiner Antrittsrede vor dem Europaparlament gesagt: „Ich will kein Europa, als Nebenschauplatz der Geschichte… Ich will ein Europa im Zentrum des Geschehens, ein Europa, das sich weiterentwickelt, ein Europa, das seine Bürgerinnen und Bürger und seine Interessen schützt und anderen als Vorbild dient…“

Europa als Vorbild?  Dies darf – besonders bezogen auf das Phänomen „Landgrabbing“  - skeptisch hinterfragt werden!

In meinem Positionspapier zeige ich die Verantwortung Europas auf und wie es seine Rolle als Treiber des Landgrabbings ändern kann.

Kurzfassung der Studie: Ausmass des Landraubs in der EU

150717 Titel Studie EU LandraubDie Studie "Extend of Farmland Grabbing in the EU" findet deutliche Hinweise darauf, dass „Landgrabbing“ in der EU aktuell stattfindet.  
Die Studie diskutiert eine Reihe von treibenden Kräften für großflächigen Bodenhandel in der EU und untersucht die Auswirkungen auf die europäische Nahrungsmittelsicherheit und Ernährungssouveränität, die Beschäftigungseffekte und Lebensbedingungen im ländlichen Raum sowie auf Umwelt und Nachhaltigkeit. Sie kommt zu dem Schluss, dass „Landgrabbing“ gerade auch im Zusammenhang mit anderen brennenden europäischen Landfragen eine Reform der europäischen Bodenmarktordnung  und ein Überdenken der Strukture der Gemeinsamen Europäischen Agrarolitik (GAP) erfordert.
Es wird deutlich, dass diese aktuell großflächigen Landbesitz und Landkonzentration in der EU befördert, während kleinere Betriebe am Bodenmarkt keine Chance haben. Die Autoren konstatieren, dass dies das in Europa angestrebte Modell der multifunktionalen Landwirtschaft gefährdet statt es zu fördern.

Kurzfassung der Studie auf Deutsch

Link zur Studie Extent of Farmland grabbing in the EU:
http://www.europarl.europa.eu/thinktank/de/document.html?reference=IPOL_STU%282015%29540369