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Erneuerbare Energien

EU-Parlament erhöht mit Initiativbericht den Druck für Initiativen gegen Urwald vernichtenden Palmöl-Anbau

Palmöl BäumePalmöl ist aus unseren Supermarktregalen nicht mehr wegzudenken. Es steckt in vielen industriell hergestellten Produkten wie Pizza, Schokoaufstrichen oder Kosmetika. Weniger bekannt ist, dass ein Großteil, nämlich 46 Prozent, des in die EU importierten Palmöls als „Biosprit“ vertankt wird. Palmöl ist billig und vielseitig einsetzbar. Die Hauptanbaugebiete liegen bisher in Südostasien. Aufgrund der steigenden Nachfrage rücken mittlerweile auch Zentral- und Westafrika in den Fokus der Plantagenbetreiber. Dabei ist der Anbau ein ökologisches Desaster: Es werden Regenwälder gerodet, jede Menge CO2 freigesetzt und Lebensräume bedrohter Arten zerstört.

Außerdem kommt es auf den Plantagen immer wieder zu Verletzung grundlegender Arbeits- und Menschenrechte.

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Agrokraftstoffe: Nur weniger ist mehr – EU-Parlament verschiebt wichtige Weichenstellung für mehr Nachhaltigkeit

Am 11. September 13 vergab das Europaparlament aufgrund des massiven Lobbydrucks konservativer Bauernverbände und der Kraftstoffindustrie die Möglichkeit einer zügigen Weichenstellung für dringend notwendige Korrekturen für eine verantwortungsvolle europäische Biokraftstoffpolitik. Die vereinbarten geringen Fortschritte können so erst in der nächsten Legislaturperiode verhandelt werden. 

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EU-Parlament hat Entscheidung bei Agrosprit aufgeschoben

Straßburg - „Mit der heutigen Abstimmung zeigen die Abgeordneten des Europäischen Parlaments, dass es eine Reduzierung des Einsatzes von Agrokraftstoffen im Verkehrssektor geben muss,“ so der Europaabgeordnete und agrarpolitscher Sprecher der Grünen, Martin Häusling.

„Leider blieb aber der massive Lobbydruck durch konservative Bauernverbände und der Agrokraftstoffindustrie nicht ohne Wirkung. Zukünftig soll der Anteil des Agrosprits am Gesamtspritverbrauch bis 2020 insgesamt 6 Prozent betragen, das ist noch kein ausreichendes Signal für eine Änderung der Agrotreibstoffpolitik, aber ein kleiner Fortschritt am ursprünglichen Zehn-Prozent-Ziel.

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Vor der 2. Lesung: Biokraftstoffe und Landnutzungsänderung

Im Frühjahr 2015 entscheidet das Europaparlament über die Änderung der EU-Biokraftstoffförderung. Noch vor wenigen Jahren waren Biokraftstoffe in Deutschland und Europa die Hoffnungsträger einer alternativen Kraftstoffversorgung und wurden als Allheilmittel gegen Klimawandel, Ölabhängigkeit und für die Entwicklung ländlicher Region en gehandelt.
Heute ist klar, dass Biokraftstoffe (abgesehen von reinem Pflanzenöl) keine positiven Wirkungen haben, sondern eher negative. Dennoch werden sie politisch gefördert. Durch eine Deckelung des Anteils von Bioethanol und Biodiesel sowie die Einführung von ILUC -Faktoren (Indirect land use change– zu Deutsch: indirekte Landnutzungsänderung) soll die Konkurrenz mit Nahrungsmittelflächen und Umweltfolgen begrenzt werden. Bereits in den letzten beiden Jahren wurde in Parlament und Rat intensiv über den Verordnungsvorschlag gestritten, insbesondere über die Höhe der Deckelung, des verpflichtenden Anteils von Biotreibstoffen der 2. Generation (aus Abfällen, Algen und Bakterien) sowie die verpflichtende Aufnahme der ILUC-Faktoren. Am 21. Januar 2015 stimmte der Umweltausschuss (ENVI) für die Beibehaltung des Parlamentsstandpunktes der ersten Lesung, der eine Begrenzung bei sechs Prozent und die Berücksichtigung von ILUC-Faktoren vorsieht.

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Biosprit: Neuausrichtung der EU-Agrarkraftstoffpolitik

euractiv.de
Die Fehlentwicklungen der bisherigen EU-Agrarkraftstoffpolitik sollen mit einem neuen Fokus auf Nachhaltigkeit korrigiert werden. Der Umweltausschuss des EU-Parlaments plädiert für eine Deckelung konventioneller Biokraftstoffe (Rapsöl, Palmöl) und für Anreize für die Markteinführung neuer Biokraftstoffe aus Abfällen, Algen und Bakterien.

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BDK-Beschluss: Grüne Wende jetzt! – für eine nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft

32. Ordentliche Bundesdelegiertenkonferenz
19. - 21. November 2010 in der Messe Freiburg

V-38 Grüne Wende jetzt! – für eine nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft
Beschluss (vorläufig)
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellen fest, dass die anstehende Agrarreform für den Zeitraum 2013 bis 2020 eine maßgebliche Weichenstellung für die Landwirtschaftspolitik und die Entwicklung der ländlichen Räume bedeutet. Wir fordern die Chance zu nutzen, denn jetzt ist die Gelegenheit umzusteuern für eine GRÜNE Landwirtschaft der Zukunft. Die öffentliche Meinung steht hinter uns – aber die alten Profiteure wollen alles beim Alten lassen.
Wir fordern eine Agrarpolitik, die der Umwelt, den Verbrauchern und den nachhaltig wirtschaftenden Bauern gerecht wird und die aus den ländlichen Räumen keine Industriegebiete macht, aber auch keine Freilichtmuseen.

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