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Palmöl BäumePalmöl ist aus unseren Supermarktregalen nicht mehr wegzudenken. Es steckt in vielen industriell hergestellten Produkten wie Pizza, Schokoaufstrichen oder Kosmetika. Weniger bekannt ist, dass ein Großteil, nämlich 46 Prozent, des in die EU importierten Palmöls als „Biosprit“ vertankt wird. Palmöl ist billig und vielseitig einsetzbar. Die Hauptanbaugebiete liegen bisher in Südostasien. Aufgrund der steigenden Nachfrage rücken mittlerweile auch Zentral- und Westafrika in den Fokus der Plantagenbetreiber. Dabei ist der Anbau ein ökologisches Desaster: Es werden Regenwälder gerodet, jede Menge CO2 freigesetzt und Lebensräume bedrohter Arten zerstört.

Außerdem kommt es auf den Plantagen immer wieder zu Verletzung grundlegender Arbeits- und Menschenrechte.

Bisher stammen gerade mal 0,1 Prozent des weltweit produzierten Palmöls aus ökologischem Anbau.

Genau diesem Thema widmet sich jetzt ein Initiativbericht des Europaparlaments, der eine bessere Förderung für den nachhaltigen Anbau, Zertifizierungssysteme und restriktivere Importregelungen anmahnt. Als Abgeordneter des Agrar- und des Umweltausschuss werde ich meine Möglichkeiten für weiterführende Änderungsanträge an dem Bericht nutzen.

Mehr Informationen:

Film „Landraub“ über Akteure sowie Ursachen und Folgen des Palmöl-Anbaus

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