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Agro-Gentechnik

Kommission will weitere GVO-Pflanzen zulassen: Europaparlament erhebt Einspruch

160705 superweeds twitter DE 2Am 14. Oktober 2016 wird die EU Kommission den Mitgliedsstaaten die Verlängerung von drei GV-Maissorten, z. B. Monsanto´s berüchtigter Mais Mon810, Syngenta’s Mais BT11 und Dupont’s Genmais 1507 vorschlagen.

Bisherige Abstimmungen im zuständigen Gremium verfehlten regelmäßig die qualifizierte Mehrheit für oder gegen eine neue oder verlängerte Zulassung. Mit der im letzten Jahr in Kraft getretenen „Opt-Out“-Verordnung können Mitgliedstaaten den Gentechnik-Anbau (in Absprache mit der Biotech-Industrie) für ihr Land zu verbieten. Gentechnisch-kritischen Staaten soll so erleichtert werden, auf EU-Ebene „flexibler“ über Zulassungsentscheidungen ab- und damit zuzustimmen. Die Argumente, warum Mitgliedsstaaten den Gentechnik-Anbau in ihrem eigenen Land ablehnen, gelten allerdings über Ländergrenzen hinaus. Ihr „Nein“ muss daher EU-weit eingefordert und verteidigt werden.

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EU muss Bayer-Monsanto-Deal stoppen

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Am 14. September 2016 hat die deutsche Bayer AG eine Einigung mit dem US-amerikanischen Konzern Monsanto zum Kauf des Unternehmens erzielt.

Wird der Mega-Deal genehmigt, wird der Leverkusener Konzern zum mächtigsten Agrarkonzern der Welt, der seine führende Stellung in der Herstellung von Agrochemikalien mit der Marktführerschaft für Saatgut und Agrogentechnik des vormaligen Konkurrenten vereint.

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GLYPHOSAT:(Verbraucher)Haltung zeigen und mit Nein stimmen!

160512 Glyphosat NewsletterVoraussichtlich am 18./19. Mai 2016 werden die EU-Mitgliedsländer darüber abstimmen, ob und unter welchen Bedingungen sie einer Neuzulassung von Glyphosat zustimmen. Die deutsche Bundesregierung hat der Kommission signalisiert, dass sie mit geringfügigen Änderungen des ursprünglichen Vorschlages einer Wiedergenehmigung zustimmen wird.

Das Europaparlament hat dagegen Einspruch eingelegt. EU-Kommission und Mitgliedsstaaten sollten diesen Mehrheitswillen des europäischen Souveräns nicht ignorieren, sondern als Königsweg nutzen, denn erst recht im Zweifelsfall gilt, dass das europäische Vorsorgeprinzip vor wirtschaftlichen Interessen stehen muss.

Um unseren Abgeordnetenkollegen deutlich zu machen wie weit Glyphosat bereits verbreitet ist, haben wir sie zu einem Urin-Test eingeladen. Die Ergebnisse gibt es in der nächsten Woche!

mehr Informationen:

GLYPHOSAT: Transparenz statt geheimer Leseräume!

160928 monsanto leseraumWie gefährlich ist Glyphosat? Und was steht wirklich in den umstrittenen Unbedenklich-keitsstudien der Industrie? Eine aussagekräftige Antwort können Bürger von ihren Abgeordneten leider nicht erwarten. Denn Einsicht in die Industriestudien gibt es nur unter strengen Sicherheitsbestimmungen, die eine sorgfältige Prüfung kaum ermöglichen.

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Veranstaltungsbericht vom Fachgespräch „Schöne neue Gentechnik oder kennzeichungsfrei durch die Hintertür?

160610 FG Neue Gentechnik Podium 2 webIn den letzten Jahren wurde eine Reihe neuer Gentechnik-Verfahren entwickelt und angepriesen, die rasante Fortschritte in der Pflanzen- und Tierzucht versprechen. Die Debatte über die Einordnung und Regulierung dieser sogenannten „neuen Pflanzenzucht-Verfahren oder Techniken“ und ihrer Produkte als Gentechnik ist in vollem Gange.

Am 10. Juni 2016 diskutierten in einem gemeinsamen Fachgespräch der grünen Bundestags- und Europaparlamentsfraktion Expert*innen aus Politik, Behörden, Forschung, Landwirtschaft und Verbänden über Risiken und Folgen einer unregulierten Freisetzung für die gentechnikfreie und ökologische Landwirtschaft in Europa, Umwelt und die Wahlfreiheit der Verbraucher*innen.

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Neue Züchtungstechniken: Positionspapier von Martin Häusling und Harald Ebner

dna 163710 640In  den  vergangenen  Jahren  wurden  neue  molekularbiologische  Techniken  zur Veränderung  von  Pflanzeneigenschaften  entwickelt.  Offen  ist,  ob  die  daraus gewonnenen Organismen rechtlich als “genetisch verändert“ gelten müssen oder nicht.  Die  Definition  ist  entscheidend  dafür,  ob  Pflanzen  das  aufwändige Gentechnik-Zulassungsverfahren  durchlaufen  und  als gentechnisch  verändert gekennzeichnet werden müssen - oder ob eine einfache Registrierung reicht.

Es geht um die Beurteilung folgender Techniken:
- Oligonukleotid-gesteuerte Mutagenese (ODM)  
- Zinkfinger-Nukleasen (ZFN 1, 2 und 3)  
- Cisgenese/ Intragenese  
- Pfropfung  
- Agro-Infiltration  
- RNA-gesteuerte DNA-Methylierung     
- Reverse breeding
Allen  ist  gemein,  dass  sie  in  die  Zelle  eingreifen und  Genveränderungen vornehmen   bzw.   forcieren.   Jedoch   können   diese   Veränderungen   in   der erwachsenen  Pflanze  –  anders  als  bei  der  „klassischen  Gentechnik“  nicht  mehr nachgewiesen werden.

 Positionspapier

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