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Artenschutz & Pestizide

Europas Naturschätze? Gerettet! - Rückblick auf eine beispielhafte Kampagne

161231 Vella NaturaDie Aufweichung des EU-Naturschutzrechtes ist vom Tisch – dank einer beispielhaften Kampagne der Umweltverbände, die mit Charme und Chuzpe gezeigt haben, wie „Europa besser machen“ funktionieren kann. Zu tun bleibt allerdings noch eine Menge zur Stärkung von Schutzgebieten.

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UMWELTHORMONE: Auch Neuvorschlag untergräbt Vorsorgeprinzip

160615 3AugenFisch EDCDie EU-Kommission muss nochmal nachbessern, denn trotz wichtiger Verbesserungen reichen die vorgeschlagenen Kriterien zu hormonellwirksamen Chemikalien, sogenannten endokrinen Disruptoren, weiterhin nicht aus für den Schutz von Umwelt und Gesundheit. Endokrine Disruptoren beeinflussen als Weichmacher, Konservierungsstoffe und Pestizide unser Hormonsystem und sind besonders gefährlich für Kinder und Schwangere. Die Industrie mischt sie zum Beispiel Cremes bei, unter anderem als Konservierungsstoffe, UV-Filter oder UV-Absorber.

Eigentlich hätte der Ständige Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel, in dem Vertreter der EU-Mitgliedstaaten sitzen, am Freitag, 18. November über den Neuvorschlag abstimmen müssen. Die Kommission hat die Abstimmung aber nicht auf die Agenda gesetzt, da sie eine Blockade des Ständigen Ausschusses befürchtete.

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QUECKSILBER IN ZAHNFÜLLUNGEN: Ab 2022 nur noch in Ausnahmefällen

Zahn AmalgamEuropaparlament beschließt Verbot: Ab 2022 nur noch in Ausnahmefällen

Quecksilber ist eine hochgiftige Substanz, die Menschen und Umwelt gefährdet. Nach der internationalen Minamata-Konvention muss die EU-Kommission die Regulierung von Quecksilber verschärfen, so wurde es vereinbart. Dazu gehört auch die Zahnfüllung Amalgam, die zur Hälfte aus dem giftigen Quecksilber besteht. Freigesetzt wird Quecksilber immer dann, wenn Amalgam verarbeitet oder aus Zähnen entfernt wird. Deutsche Zahnärzte haben den Gebrauch von Amalgamfüllungen zwar vermindert, in anderen europäischen Ländern ist das aber nicht der Fall. Dabei gibt es zahlreiche alternative Füllungsmaterialien, die den Einsatz von Amalgam überflüssig machen.

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Zu Glyphosat im KAB: Profitinteressen versus Vorsorgeprinzip

Profitinteressen versus Vorsorgeprinzip
Kritischer Agrarbericht 2017 - Zur Auseinandersetzung um die erneute Zulassung von Glyphosat – eine Chronik
von Martin Häusling
Im Juni 2016 hat die EU-Kommission die Zulassung für den Wirkstoff   Glyphosat, die nach der Erstzulassung in der EU zunächst bis zum Jahr 2012 befristet war, bis zum 31. Dezember 2017 verlängert. Vorausgegangen war eine zunehmende Kritik am Einsatz dieses unter anderem als Herbizid Roundup weltweit eingesetzten Wirkstoffs durch Wissenschaftler, Nichtregierungsorganisationen und  Ärzte  sowie  das Votum der internationalen  Krebsagentur der Weltgesundheitsorganisation (IARC).  Entgegen der bisherigen Bewertung  kam  die  Agentur  zu  dem  Schluss, dass  das  Herbizid  Roundup »wahrscheinlich krebserzeugend beim Menschen« sei. Der folgende Beitrag skizziert den Entscheidungs- und Aushandlungsprozess zwischen EU-Kommission, EU-Parlament und mächtigen Lobbyinteressen und beschreibt dabei auch die besondere Rolle, die deutsche Behörden bei der Zulassung von Glyphosat spielen. Das Fazit des Autors: Wir brauchen Glyphosat nicht.

Positionspapier "Nein zu Baysanto"

160525 No to Bay santoAm 14. September 2016 hat die deutsche Bayer AG eine Einigung mit dem US-amerikanischen Konzern Monsanto zum Kauf des Unternehmens erzielt. Wird der Mega-Deal genehmigt, wird der Leverkusener Konzern zum weltweit mächtigsten Agrarkonzern der Welt – mitten in Europa.

Die Übernahme des US-Konzern Monsanto durch die Bayer AG stellt - insbesondere vor dem Hintergrund geplanter weiterer Fusionen - eine inakzeptable Markt-Macht-Konzentration für Saatgut, Pestizide und Gentechnik dar. Sie bedroht die Unabhängigkeit von Erzeugern, die Wahlfreiheit von Verbrauchern, die Vielfältigkeit unserer Lebensgrundlagen und das Recht auf Ernährungs-souveränität weltweit.

Lesen Sie hier die Argumente.

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