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Welthandel und Welternährung

Avocado oder Wasser: Boomfrucht zerstört in Chile ganze Regionen

Chile MadimaAvocado ist Gesundheit pur, heißt es. Doch der Anbau der in Europa immer beliebteren Trendfrucht hat ganz erhebliche Nebenwirkungen für die Bauern und Bevölkerung vor Ort. Im November 2016 bin ich nach Chile gereist, um mir selbst ein Bild zu machen und Betroffene wie Akteure zu treffen.
Fazit: Wer bewusst konsumiert, sollte dabei nicht nur die eigene Gesundheit im Blick haben und Avocados aus Chile boykottieren. Denn solange der Absatz boomt, wird es bei den desaströsen Folgen für Menschen und Umwelt in Chile bleiben.

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TTIP Flop, CETA hopp? - Aktueller Sachstand zu beiden Freihandelsabkommen

160915 ceta ttip updateIst CETA jetzt das "gute" Abkommen??
Nein, CETA ist nichts anderes als ein kleinerer Abklatsch von TTIP und es beinhaltet genau dieselben Gefahren. Deshalb muss auch CETA gestoppt werden.
Wie ist der aktueller Verhandlungsstand zu CETA und TTIP, wo liegen die Gefahren für Umwelt, Gesundheit und Landwirtschaft und wie läuft das weitere Verfahren?

Hier zum nachlesen in meinem neuesten Update.

Positionspapier zu EU-Agrar-Exportpolitik: Exportorientierung führt zu Dumpingpreisen

hamburg 212405 640Europas Landwirtschaft steckt in der Krise. Viele Landwirtschaftsbetriebe stehen mit dem Rücken zur Wand bzw. vor dem Aus. Die europäische und deutsche Politik setzt einseitig und aggressiv auf Export, um die Lage an den innereuropäischen Agrarmärkten zu entspannen - und damit auf die Fortschreibung einer verfehlten EU-Agrarpolitik.

Das schadet Bauern, Verbrauchern und Umwelt in Europa und den Zielländern gleichermaßen.
Und es verschlingt gigantische Mengen an Steuergeldern: 1. für die obligatorischen Subventionen der GAP, 2. für  extern verursachten Kosten (Umwelt- und Gesundheitsschäden) und 3. zusätzliche Export- und Liquiditätsbeihilfen.

Europas Agrarpolitik braucht einen radikalen Kurswechsel und eine umgehende Abkehr von einer solchen einseitigen Agrar-Exportmarkt-Orientierung. Mehr dazu in meinem Positionspapier.

Mittel zum Zweck, nicht gegen den Hunger: Schluss mit fehlgesteuerter europäischer Agrar- und Exportpolitik!

person 1245789 640Anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober 2016 erklärt Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Fraktion Die Grünen/EFA und Mitglied im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments:

„Seit Jahren reißen wirtschaftspolitische Interessen und eine fehlgesteuerte Agrarpolitik ein, was in der Entwicklungspolitik – ebenso mit Steuergeldern - im Kampf gegen den Hunger aufgebaut wird.
Während in Afrika der Aufbau von Molkereien finanziert wird, um regionale Erzeuger, Verarbeitung und Strukturen zu unterstützen, überschwemmt Europa mit Milchpulver aus seiner Überproduktion den dortigen Markt zu Spottpreisen und beraubt tausende afrikanische Kleinbauern ihrer Existenz. Für dessen Erzeugung wiederum wurden tausende südamerikanische Kleinbauern ihres Landes beraubt, um europäische Milchkühe mit genverändertem Sojafutter zu füttern, damit sie – zuviel – Milch produzieren.

Den Preis zahlen wir alle:

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Kommentar zur Agrarkrise: Agrarvertreter on Tour: Alles muss raus!

flag 550552 640Agrarvertreter on Tour: Alles muss raus!
Darüber hinaus herrscht Ratlosigkeit…

Kommentar von Martin Häusling zur Agrarkrise

Der Glaube an die EU als Agrarexport-Champion ist unerschütterlich. Dass die einseitige Förderung der Mengenproduktion bei Europas Agrarprodukten zur schlimmsten Agrarkrise der letzten Jahrzehnte geführt hat, hatte Agrarkommissar Phil Hogan lange geleugnet. Im Angesicht der Krise, die die europäischen Erzeuger nun überdeutlich in arge Existenznöte bringt, wurde der Druck seitens der Bauernverbände und der Mitgliedstaaten zu groß. Diese hatten die Export-Politik zwar seit jeher mit gestützt, mussten nun aber sichtbare Hilfs-Rhetorik für die gebeutelten Erzeuger abliefern. Die Haupt-Ursache der Krise war dann schnell ausgemacht: Das Russland-Embargo. Auch wenn die Zahlen diese Auffassung – außer für einige osteuropäische Mitgliedstaaten – nicht belegen, so war dies einfacher, als die Mengenproduktion an sich in Frage zu stellen. Weiterlesen HIER

Update: Aktueller Stand -> TTIP und CETA - Die Kritik war von Anfang an begründet…

160311 TTIP CetaDer fertige Text von CETA und die TTIP-Leaks zeigen, wie berechtigt die Befürchtungen waren: Agrarhandel- und Standardfragen waren und bleiben die Knackpunkte des Abkommens und bleiben einem massiven Lobbydruck ausgesetzt, auch wenn Verhandlungsergebnisse immer weniger bereichsspezifisch, sondern als „universale“ Vereinbarungen zur regulatorischen Kooperation festgeschrieben sind. Gegenüber den primären Zielen des Abkommens, Handelsliberalisierung und Investitionsschutz, werden Standards bzw. Regulierungen in diesen Bereichen nicht als hoheitliche Rechte des Staates, sondern als begründungsbedürftige Ausnahmen behandelt.

So skandalös es ist, dass sich seit Beginn der Verhandlungen kein bisschen verbessert hat, so bin ich erleichtert, dass heute so viele Menschen in ganz Europa hinter der Überschrift unseres allerersten Positionspapiers „No, we can´t: Kein transatlantisches Freihandelsabkommen auf Kosten von Verbraucherrechten und einer nachhaltigen Landwirtschaft in Europa“ stehen!“

mehr Informationen:

Lesen Sie hier das UPDATE von Martin Häusling zu CETA und TTIP


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