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Welthandel und Welternährung

Brasilienreise: Soja und Eukalyptus statt Artenvielfalt - Brasilien opfert seine Savannen der Agrarindustrie

Gesprächsgruppe kleinVom 26.Oktober bis 4. November 2017 war ich im Nord- und Südosten Brasiliens unterwegs, um mir einen eigenen Eindruck über die Folgen eines massiv auf Export setzendes Agrarmodell für  Menschen und Umwelt bedeuten. Die Folgen sind katastrophal: Für Soja-, Mais- sowie Eukalyptus- und Zuckerrohrplantagen wird der Cerrado, eine einmalige und artenreiche Savanne gerodet, um Tierfutter für Europas Mastschweine oder Sprit und Heizpellets für Europas Hunger nach sogenannter „nachwachsender Energie“ zu befriedigen.
Mit Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung Brasilien habe ich aber auch agrarökologische Projekte besucht, die dieser agrarindustriellen Zerstörung die Stirn bieten. Für die laufenden Mercosur-Verhandlungen muss klar sein: Eine solche rücksichtlose Politik darf Europa weder dulden noch unterstützen!

mehr Informationen: Interview zur und Programm der Reise,  Kleine Landeskunde Brasilien
Terminhinweis: 23.11. - Gesprächsabend zur Reise "Nicht die Bohne wert? Brasiliens Sojaboom und seine Folgen", Böll-Stiftung Berlin

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Update Kurzbriefing zu den geplanten Freihandelsabkommen der EU

170706 TradesHier finden sie Kurzbriefings zu den verschiedenen geplanten Freihandelsabkommen der EU wie TTIP, CETA, JEFTA, Mersosur sowie zur Europäische Bürgerinitiative (EBI) „STOP TTIP und CETA“

NAHRUNGSMITTEL-SPEKULATIONEN: Das Geschäft mit dem Hunger geht weiter

Parlamentsmehrheit verhindert harte Regeln gegen Lebensmittel-Spekulanten

GewürzmarktAm 15. Februar 2017 hat das Europäische Parlament über strengere Regeln gegen Nahrungsmittelspekulationen abgestimmt. Hätte die absolute Mehrheit des Europaparlaments die Resolutionen der Fraktionen S&D, GUE/NGL und Greens/EFA angenommen, wäre die EU-Kommission gezwungen gewesen, die Regeln zur Eindämmung der Nahrungsmittelspekulation zu überarbeiten, bevor sie im Januar 2018 in Kraft treten. Diese Chance zur Eindämmung eines Geschäftsmodells, dass in den letzten Jahren durch starke Preissprünge Hunger und globale Nahrungsmittelkrisen verursacht hat, wurde durch das Stimmverhalten von Konservativen und Liberalen vertan (Foto: Bundeszentrale für politische Bildung).
Nahrungsmittel gehören per se nicht in die Hände von Börsenspekulanten. Trotz zahlreicher Resolutionen und Petitionen kann das Geschäft mit dem Hunger damit weitergehen und verschärft so die Lage der Hungernden, aber auch vieler Kleinbauern weltweit.
mehr Informationen:
•    Resolution der Fraktion die Grünen/EFA und Abstimmungsergebnis
•    Oxfam zu Mechanismen von Nahrungsmittelspektulationen und ihren Folgen

Diiskussion: "Wie Ungleichheit Hunger schafft"

171012 Welthungerhilfe Martin Häusling Mikro2 kleinAm 12. Oktober 2017 luden Welthungerhilfe und die KfW gemeinsam zur Vorstellung des Welthunger-Index 2017 zu einer Abendveranstaltung in die Berliner Kalkscheune ein. Ein international besetztes Panel mit TeilnehmerInnen aus der Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft diskutierte über den Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und der Verbreitung des Hungers. Im Vordergrund standen dabei insbesondere greifende Lösungsstrategien und wirkungsvolle Ansätze, um in der Hungerbekämpfung niemanden zurückzulassen.

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Avocado oder Wasser: Boomfrucht zerstört in Chile ganze Regionen

Chile MadimaAvocado ist Gesundheit pur, heißt es. Doch der Anbau der in Europa immer beliebteren Trendfrucht hat ganz erhebliche Nebenwirkungen für die Bauern und Bevölkerung vor Ort. Im November 2016 bin ich nach Chile gereist, um mir selbst ein Bild zu machen und Betroffene wie Akteure zu treffen.
Fazit: Wer bewusst konsumiert, sollte dabei nicht nur die eigene Gesundheit im Blick haben und Avocados aus Chile boykottieren. Denn solange der Absatz boomt, wird es bei den desaströsen Folgen für Menschen und Umwelt in Chile bleiben.

Ich unterstütze das Anliegen der Aktivisten von Modatima, denn zur Bewässerung der Monokulturen wird ihnen buchstäblich das Wasser abgegraben.

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Europaparlament stimmt für CETA und öffnet TTIP die Hintertür

Da der amerikanische Präsident Trump TTIP ablehnt (TPP, das Freihandelsabkommen mit den Pazifikstaaten, kündigte er schon auf), liegt das Abkommen derzeit auf Eis. Mit der  Unterzeichnung des EU-Kanada-Abkommens am 15. Februar 2017 durch das Europäische Parlament tritt das CETA-Abkommen (ohne Schiedsgerichte) allerdings in Kraft - und öffnet auch amerikanischen Konzernen die Hintertür zum europäischen Markt. EU-Kommissar Phil Hogan hat bereits im Mai eine Delegationsreise mit vielen Lobbyvertretern aus der Agrarwirtschaft geplant.

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