Grüne Europagruppe Grüne EFA

Es ist ein erster, wichtiger Schritt: Mit dem Beschluss vom 14. März 2017 hat das EU-Parlament EU-Kommission aufgefordert, für die über 340 Millionen in der EU gehaltenen Kaninchen ein Minimum an verbindlichen Haltungsstandards auf den Weg zu bringen.
Nach Huhn, Schwein und Rind zählt das Kaninchen zur häufigsten Nutztierart im landwirtschaftlichen Bereich. Die meisten von ihnen verbringen ein kurzes und grausames Leben in winzigen Gitterkäfigen, in denen sie ihre natürlichen Verhaltensweisen nicht annähernd ausleben können. Jedes fünfte Kaninchen stirbt bereits vor dem eigentlichen Ende der Mast.
In vielen Mitgliedsstaaten gibt es bisher keine gesetzlichen Haltungsvorgaben, insbesondere in den maßgeblichen Erzeugerländern Spanien, Italien und Frankreich. Mit dem EU-Grundlagenvertrag hat sich die EU allerdings verpflichtet „dem Wohlergehen der Tiere in vollem Umfang Rechnung zu tragen“.
Deshalb fordern wir Grünen, Mast- und Zuchtkaninchen in die EU-Richtlinie zum Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere aufzunehmen und deren Käfigzeitalter EU-weit zu beenden.
Weitergehende gesetzliche Regelungen für Nutzkaninchen sind dringend nötig, um die Probleme der aktuellen Produktionsbedingungen anzugehen und eine artgemäße Haltungsweise zu garantieren. Dafür habe ich mich als Schattenberichterstatter meiner Fraktion eingesetzt.
Als Berichterstatter der EU-Öko-VO habe ich darüber hinaus Haltungsvorschriften für die ökologische Kaninchenerzeugung vorgeschlagen, die nun im Gesetzgebungsverfahren mit Rat und Kommission verhandelt werden.
mehr Informationen:
•    Abgestimmter Bericht über Mindestanforderungen für den Schutz von Nutzkaninchen des Europäischen Parlaments vom 14. März 2017
•    Arbeitsdokument zum Bericht (mit weiterführenden Informationen zur Kaninchenhaltung in der EU)

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