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Agrarpolitik

DÜNGEMITTEL-KENNZEICHNUNG: Lebensmittelqualität beginnt beim Düngen

Neue EU-Verordnung will Schadstoffe in Düngemitteln begrenzen

gullefa 1302596 640Auch wenn die politische Relevanz neuer Kennzeichnungsvorschriften nicht auf den ersten Blick auszumachen ist, geht es hier um originäre Verbraucher- und Umweltinteressen. Denn unser künftiges Brot enthält, womit sein Getreide genährt wurde. Kurzgesagt: Düngen ist nicht nur eine Frage der Masse, sondern auch der Klasse, wenn die Lebensmittelqualität stimmen und Bodenfruchtbarkeit erhalten und gemehrt werden soll.
Im Rahmen des Kreislaufwirtschaftspakets hat die EU-Kommission daher neue Regeln vorgeschlagen, die derzeit im EU-Parlament beraten und von der Lobby der Düngemittel-Herstellern aufs Intensivste begleitet werden.

Mehr Details zu Verordnung und Verhandlungen, Hintergründen und Positionen gibt es im hier verlinkten Briefing und im Hintergrundpapier.

Die Kommission will Klimaziele schönrechnen

SchildAm 20. Juli 2016 legte die EU-Kommission einen Vorschlag zur Anrechnung der Emissionen aus Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF) auf Klimaschutzziele vor. Böden und Vegetation speichern Kohlenstoff und seine Verbindungen. Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, der Erhalt von Dauer-grünland und bodenschonende Bearbeitungs-methoden im Ackerbau sollen deshalb als Kohlenstoffsenken fungieren.

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Kommentar zur Agrarkrise: Agrarvertreter on Tour: Alles muss raus!

flag 550552 640Agrarvertreter on Tour: Alles muss raus!
Darüber hinaus herrscht Ratlosigkeit…

Kommentar von Martin Häusling zur Agrarkrise

Der Glaube an die EU als Agrarexport-Champion ist unerschütterlich. Dass die einseitige Förderung der Mengenproduktion bei Europas Agrarprodukten zur schlimmsten Agrarkrise der letzten Jahrzehnte geführt hat, hatte Agrarkommissar Phil Hogan lange geleugnet. Im Angesicht der Krise, die die europäischen Erzeuger nun überdeutlich in arge Existenznöte bringt, wurde der Druck seitens der Bauernverbände und der Mitgliedstaaten zu groß. Diese hatten die Export-Politik zwar seit jeher mit gestützt, mussten nun aber sichtbare Hilfs-Rhetorik für die gebeutelten Erzeuger abliefern. Die Haupt-Ursache der Krise war dann schnell ausgemacht: Das Russland-Embargo. Auch wenn die Zahlen diese Auffassung – außer für einige osteuropäische Mitgliedstaaten – nicht belegen, so war dies einfacher, als die Mengenproduktion an sich in Frage zu stellen. Weiterlesen HIER

Bericht vom 4.11.: Grüner Salon ESSEN.MACHT.POLITIK „Wer wagt, beginnt!“

161104 Grüner Salon3Wie moralisch ist Essen? Und wie politisch ist die neue Ernährungsbewegung? Über diese Fragen habe ich beim Grünen Salon „ESSEN.MACHT.POLITIK.“ mit der  Köchin und Autorin Sarah Wiener sowie mit Robert Habeck, dem grünen Agrar- und Umweltminister aus Schleswig-Holstein, am 4. November 2016 in der Berliner Markthalle Neun diskutiert. Um es vorweg zu sagen: Diesem stark besuchten Salon, den ich gerne moderiert habe, werden weitere folgen.

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EU muss Bayer-Monsanto-Deal stoppen

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Am 14. September 2016 hat die deutsche Bayer AG eine Einigung mit dem US-amerikanischen Konzern Monsanto zum Kauf des Unternehmens erzielt.

Wird der Mega-Deal genehmigt, wird der Leverkusener Konzern zum mächtigsten Agrarkonzern der Welt, der seine führende Stellung in der Herstellung von Agrochemikalien mit der Marktführerschaft für Saatgut und Agrogentechnik des vormaligen Konkurrenten vereint.

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AGRARMARKTKRISE: Schluss mit einer Politik, die immer tiefer in die Krise führt!

160412 AgrarmarktkriseSeit mehr als einem Jahr spielen Europas Agrarmärkte verrückt. Tausenden von Landwirten steht deshalb das Wasser bis zum Hals. Doch mit den altbackenen Rezepten des letzten Jahrhunderts des deutschen Bundeslandwirtschaftsministers und EU-Agrarkommissars ist die hausgemachte Krise nicht zu lösen. Sie ist vielmehr der Brandbeschleuniger, der Europas Landwirtschaft das agrar-industrielle Modell aufzwingt.

Verbraucher wie Landwirte haben allen Grund, dieser Politik, die ihren Interessen, der Wertschätzung wertvoller Arbeit und dem Ressourcenschutz zuwider laufen, die Unterstützung zu versagen. Europas Agrarpolitik braucht einen Fitness-Check. Jetzt. Und eine Reform, die diesen Namen auch verdient.

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