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Agrarpolitik

12.06.13 Überblick zur neuen EU-Saatgutverordnung

Liebe Interessierte,

am 6. Mai 2013 hat die Europäische Kommission einen neuen Verordnungsvorschlag für ein europäisches Saatgutrecht vorgestellt.
Das Ziel: Die bisherige Gesetzgebung, geregelt in mehreren Verordnungen und Richtlinien, soll zusammengeführt, vereinfacht und europaweit vereinheitlicht werden.
Seit ihrer Vorstellung regt sich in Verbänden und Unternehmen, die für Saatgut-Vielfalt eintreten, massive Kritik an der Verordnung, die in vielen Punkten auch von uns Grünen geteilt wird.
Ende Juni 2013 werden im Europaparlament die Beratungen zur Saatgut-VO beginnen. Im Vorfeld dieser Beratungen und in Reaktion auf das breite Interesse von Initiativen und Bürgern am Thema haben Harald Ebner und ich einige Fakten und Bewertungen rund um die geplante Verordnung zusammen gestellt.

Überblick und Stand zur neuen EU-Saatgutverordnung

In der Hoffnung auf Euer Interesse,

Viele Grüße
Martin Häusling

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Europa muss sich entscheiden!

Europas Rolle auf dem Weltagrarmarkt – Die politische Dimension des internationalen Agrarhandels
Martin Häuslings Beitrag für den DLG-Tagungsband Januar 2012

Europa produziert für die Welt …
Im Jahr 2009 wurde die Milliardengrenze der Hungernden überschritten. Das UN-Millenniumsziel war es, die Zahl der Hungernden zu halbieren. Dieses Ziel müssen wir uns nach wie vor setzen. Aus der Sicht Vieler ist daher eine Produktionssteigerung unumgänglich. Die FAO gab hier sogar die Zahl von 70 % heraus, die sie inzwischen widerrufen hat, weil auch sie erkannt hat, dass wir kein Problem mit dem WIEVIEL haben, sondern mit dem WIE? Dennoch hält sich die These hartnäckig, Europa mit seinen Gunsträumen könne hier einen wesentlichen Beitrag für die Welternährung leisten. Europas hoch entwickelte Landwirtschaft produziert mehr als Europa braucht. Europa produziert für die Welt – siebzehn Prozent des weltweiten Agrarhandels. Die Agrarwirtschaft in Europa profitiert und für das Einhalten der hohen europäischen Standards erhalten die Landwirte einen Ausgleich, den sich das reiche Europa leisten kann – Eine Win-Win-Situation für Alle!?

…aber nicht aus eigener Kraft!  

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