Bei der heutigen Veranstaltung zu den Trilogsverhandlungen auf EU-Ebene zu pflanzlichem Vermehrungsmaterial geben wir der Vielfalt eine Stimme, so Martin Häusling, Mitglied der Grünen im Europäischen Parlament im Agrar- Umwelt- und Gesundheitsausschuss:

„Die EU ist gerade dabei, ihre Gesetzgebung zu überarbeiten. Tatsächlich ist dies notwendig, um Regelungen länderübergreifend stärker zu vereinheitlichen, dabei dürfen aber die Vielfaltsorten nicht auf der Strecke bleiben, denn daran ist vor knapp 10 Jahren schon einmal eine Saatgutreform gescheitert, das gilt es dieses Mal zu verhindern.

Absolut problematisch ist gerade im Hinblick auf die Vielfaltssorten die Position des Rats, die Vielfaltsorten regional stark zu beschränken. Dieser Vorschlag ist sowohl für den ökologischen Landbau, der diverse Sorten anbaut, als auch für die Erhaltungsorganisationen fatal.

Absolut unverständlich ist darüber hinaus, dass der Rat den Tausch von pflanzlichem Vermehrungsmaterial zwischen Landwirten nur auf Saatgut beschränken will. Die Weitergabe von eigenen Kartoffeln aus dem Bauerngarten oder von Obstgehölz wäre somit verboten und das bedroht aus grüner Sicht die Biodiversität der Zukunft.

Zum Mandat des Europäischen Parlaments werden heute auch meine Kollegen Herbert Dorfmann, EVP Südtirol/Italien und Christophe Clergeau S&D Frankreich einen Einblick in das Mandat des EU-Parlaments geben. Außerdem diskutieren wir die Vorschläge mit den Vertretern der Kommission, der zypriotischen Ratspräsidentschaft sowie Vertreterinnen und Vertretern des Vielfaltssektors."


Zum Programm der Veranstaltung ab 16 Uhr / Zum Online-Link kommen Sie hier
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Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und nach der Veranstaltung hier veröffentlicht.