Eingabehilfen öffnen

  Wie muss die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2027 aussehen, damit sie Landwirtschaft fit für die Zukunft macht? Diese Frage stand gestern Abend im Mittelpunkt einer Online-Diskussion mit der agrarpolitischen Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion, Dr. Ophelia Nick, und dem Europaabgeordneten Martin Häusling, sowie Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Land- und Lebensmittelwirtschaft und Naturschutz.

Unsere Landwirtschaft steht vor immensen Herausforderungen: Klimabedingte Ernteausfälle aufgrund von Dürren, Überschwemmungen und Rekordhitze. Schwankende Preise, steigende Ausgaben und eine immer höhere Konzentration der Marktmacht entlang der Kette. Sie befeuern den Strukturwandel und erschweren den Generationenwechsel. Gleichzeitig erwarten Verbraucherinnen und Verbraucher zu Recht den Schutz von Böden, Wasser, Klima und Tieren. Die Antwort darauf darf nicht der Abbau von Umwelt-, Klima-,...

  Die heute vorgestellte Studie zu den Auswirkungen der Vorschläge zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2027 für den Bio-Sektor in Deutschland kommentiert Martin Häusling, Mitglied für die Grünen im Umwelt-, Agrar-, und Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments:

Mein Briefing zur Studie von Prof. Sebastian Lakner im Auftrag des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), veröffentlicht am 24.06.2026 Hier downloaden! (pdf) Lakner, Sebastian (2026): Auswirkungen des GAP-Reformvorschlags auf die Förderung des Ökolandbaus in Deutschland, Studie im Auftrag des Bundes für Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. (BÖLW), Rostock & Berlin.

Auf EU-Ebene laufen die Verhandlungen zur Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2027. Wenn die GAP wie geplant unter die Verordnung der Nationalen und Regionalen Partnerschaftspläne (NRPP) wandert, liegt die Steuerung im EU-Rat bei den Wirtschafts- und Finanzministern. Für Deutschland hieße dies: bei CDU-Bundeswirtschaftsministerin Reiche. Martin Häusling, Abgeordneter im EU-Parlament für die Grünen in den Ausschüssen für Landwirtschaft, Umwelt und Gesundheit...

Der GAP-Vorschlag der EU-Kommission in der neuen Haushaltsstruktur würde ein Ende der Gemeinsamen Agrarpolitik bedeuten.  Zum ausführlichen Briefing hier Aus grüner Sicht ist der Kommissionsvorschlag hoch problematisch. Er setzt einseitig auf die Absicherung pauschaler Direktzahlungen, schwächt absehbar Umwelt- und Klimaschutzstandards, gefährdet die Einheit des Binnenmarkts und droht die demokratische Kontrolle durch das EU-Parlament zu unterlaufen. Deshalb fordern wir die...

Weniger EU, weniger Umweltschutz, weniger Geld fürs Land? So nicht! Die Europäische Kommission hat ihre Vorschläge für den EU-Haushalt für 2028-2034 (MFR) und die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) vorgelegt. Der GAP-Vorschlag in der neuen Haushaltsstruktur würde einen eklatanten Rückschritt bedeuten. Die Kommission dreht die Agrarpolitik um 20 Jahre zurück, anstatt die dringend notwendige und von Wissenschaft und EU-Rechnungshof angemahnte Ausrichtung an ökologischen Standards weiter anzugehen....