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Quelle: https://www.topagrar.com/acker/news/haeusling-erneuert-ruf-nach-strenger-regulierung-der-genscheren-11979301.html

Autor*in: AgE vom 18. Deb 2020

 

Die Grünen versuchen weiterhin das Verfahren CRISPR/CAS dauerhaft als Gentechnik einzustufen.

Seine Forderung nach einer EU-weiten, strengen Regulierung der Genschere-Verfahren wie CRISPR/CAS hat der agrarpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Europaparlament, Martin Häusling, erneuert.

„Hier muss die Biobranche unüberhörbar laut werden, denn wenn wir keine ganz klare Regulierung haben, geht es uns ans Leder“, erklärte Häusling am vergangenen Freitag auf der Biofach in Nürnberg. Deshalb brauche man ein Gentechnikrecht mit einer klaren Risikobewertung.

Der Europaparlamentarier warnte davor, in Brüssel das Vorsorgeprinzip durch das Innovationsprinzip zu verdrängen. Die Risikobewertung, die Nachweisbarkeit, die Kennzeichnung und das Sicherheitsmonitoring müssten gewährleistet sein, denn die neue Gentechnik komme mit Risiken.

Sollte die neue Gentechnik dennoch Einzug in die Landwirtschaft halten, komme auf die Biobranche eine gewaltige Aufgabe zu, gab Häusling zu bedenken. Dann müsse man - wie früher - viel Aufwand betreiben, um nachzuweisen, dass die Ware auch tatsächlich gentechnikfrei sei. Probleme gebe es bereits dann, wenn auf dem Nachbarfeld gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut würden.

Der EU-Abgeordnete ging auch auf den Vorwurf ein, die Biobranche sei „unwissenschaftlich“. Dies sei unhaltbar, denn der Ökosektor verfolge einen ganzheitlichen Ansatz. „Wir sind die Form der Landwirtschaft, die Zukunft hat“, so der Agrarsprecher. Es gelte, die Vielfalt zu fördern und auf den Acker zu bringen.

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