Grüne Europagruppe Grüne EFA

Wiesbaden - Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) wird ihre Weichen neu stellen:  Investitionsbeihilfen wird es  künftig nur noch geben, wenn europäische Tierschutzstandards eingehalten werden. Dazu erklärt Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen/EFA:

„Ich freue mich, dass die Kooperation mehrerer Akteure Früchte getragen hat und die EBRD ihre Politik der Kreditvergabe ändert. Zukünftig wird die EBRD nur noch dann Kredite für Anlagen in Drittstaaten vergeben, wenn unsere EU-Standards zum Tierschutz eingehalten werden. Das war bislang nicht der Fall.
Zusammen mit Vier Pfoten, Compassion in World Farming und Human Society International hatten wir im November 2013 bei einer parlamentarischen Veranstaltung die EBRD eingeladen und die bisherige Kreditvergabe mit all ihren negativen Auswirkungen diskutiert. Kreditvergaben außerhalb der EU, die Massentierhaltungen fördern, die noch nicht einmal den EU-Tierschutz-Standard einhalten, bedeuten viel Leid für Tiere. Darüber hinaus setzen Importe aus solchen Anlagen unsere europäischen Landwirte, die hohe Standards einhalten, unter enormen finanziellen Druck. Von daher ist die Entscheidung des EBRD richtig und wir Grüne werten sie als wichtigen Erfolg für den Tierschutz.  
Die Deutsche Bundesregierung muss jetzt endlich nacharbeiten. Denn Hermesbürgschaften für tierquälerische Massentieranlagen, die hiesigen Tierschutzstandards nicht entsprechen, werden leider nach wie vor über deutsche Kredite finanziert. Das ist unfair gegenüber den deutschen Landwirten und kontraproduktiv für die von Verbrauchern und Tierschützern wiederholt eingeforderten Verbesserungen beim Tierschutz in Deutschland.“

Weitere Informationen:
Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament - Martin Häusling
Tel. +32-2-284-5820, Fax +32-2-284-9820 Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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