Grüne Europagruppe Grüne EFA

Wiesbaden - Auch im neuen Verwaltungsrat der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA sitzen jede Menge Unterstützer von Agro- und Gentechnik-Industrie. Dazu erklärt der Europa-abgeordnete und agrarpolitische Sprecher der Grünen/EFA im Europäischen Parlament, Martin Häusling:

„Mit ihrem Votum haben die EU-Mitgliedsstaaten zwar das Schlimmste verhindert, doch am Ruf der EFSA als einer industrielastigen Institution wird das leider wenig ändern. Immerhin verwarfen die Ständigen Vertreter der Mitgliedsstaaten den Vorschlag, die deutsche Lobbyistin Beate Kettlitz in den Verwaltungsrat der EFSA zu berufen. Kettlitz arbeitet seit 2005 bei der Lobbyorganisation Food Drink Europe als Direktorin der Abteilung für Lebensmittelgesetzgebung und Forschung und vertritt die Interessen von Konzernen wie Coca-Cola, Pepsico und Nestlé.
Mit der Entscheidung gegen Kettlitz heilten die Ständigen Vertreter der Mitgliedsstaaten ein aus meiner Sicht unerträgliches Votum der konservativ-sozialdemokratischen Mehrheit im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments. Die Fraktionen hatten die Personalvorschläge kritiklos durchgewinkt. Ihre Resolutionen, die Unabhängigkeit der EFSA zu wahren, entpuppen sich damit als reine Worthülsen.
Denn auch künftig ist unabhängiger Sachverstand in diesem Gremium wohl nicht gefragt. So sticht unter den sieben Neubesetzungen der dänische Lobbyist Jan Mousing hervor. Er ist Direktor des Dänischen Forschungszentrums für Landwirtschaft. Der EFSA-Verwaltungsrat bekommt mit ihm einen weiteren Vertreter einer Lebensmittelindustrie, die sich für Gentechnik und für eine Industrialisierung der Landwirtschaft ausspricht. “

Weitere Informationen:
Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament - Martin Häusling
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