Grüne Europagruppe Grüne EFA

Brüssel, 26 März 2014 - Dazu erklärt der Europaabgeordnete und agrarpolitische Sprecher der Grünen/EFA, Martin Häusling:
 
„Kommissionschef Barroso und Ratspräsident Van Rompuy erhoffen sich vom Besuch Obamas in Brüssel neuen Schwung für das in Europa immer kritischer diskutierte Freihandelsabkommen USA/EU.
 
Doch auch in den USA schwindet der Rückhalt für das Abkommen. Umwelt- und Verbraucherverbände machen gegen TTIP  mobil. Sogar die Gewerkschaften, traditionell wichtige politische Unterstützer Obamas, sind ebenfalls not amused. Sie haben beim Freihandelsabkommen mit Mexico und Kanada schon die Erfahrung machen müssen, dass Arbeitsstandards gesenkt wurden und in den USA geschätzte 700.000 Jobs verloren gingen.
 
TTIP soll hier wie dort wirtschaftlichen Aufschwung bringen. Doch selbst bei freundlichster Betrachtung ist das prognostizierte Wachstum mit 0,47 Prozent in zehn Jahren minimal, die Risiken jedoch erheblich.
 
Warum nutzen wir Europäer eigentlich nicht das Potential vor unserer Haustür? 60 Prozent des Außenhandels der europäischen Mitgliedstaaten entfällt auf den innereuropäischen Handel! Und hier müssen wir uns nicht über Chlorhühnchen und Hormonfleisch streiten. Allein der Ökologische Landbau bietet - nach Berechnungen des Europäischen Gewerkschaftsverbands für Ernährung, Landwirtschaft, Tourismus und Handel (EFFAT) - ein Ausbaupotential von 400.000 Arbeitsplätzen. Wenn man ihn denn vernünftig fördert!“

Schlagwörter:

Video

Pressemitteilungen