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Vorschläge zur EU-Düngemittelstrategie fördern weiterhin die energieintensive konventionelle Landwirtschaft
und die energiefressende Herstellung von synthetischen Düngemitteln

Die heute veröffentliche Düngemittelstrategie der Europäischen Kommission greift leider zu kurz und ist nicht im Sinne der eigenen Ziele zum Green Deal, meint Martin Häusling, agrarpolitscher Sprecher der Grünen im Europäischen Parlament und Mitglied im Umweltausschuss:

„Unglaublich ist, dass Agrarkommissar Wojciechowski bei der heutigen Pressekonferenz verlauteten ließ, dass die energieintensive Düngemittelindustrie direkt finanziell unterstützt werden muss. Düngemittelunternehmen sind die größten Krisengewinnler und haben ihre Gewinne teilweise verdoppelt.
Warum sollten wir diese Unternehmen noch subventionieren?
Eigentlich müsste die Kommission endlich aktiv werden, um Spekulationen einzudämmen und Übergewinne zu versteuern.
Hingegen richtig wäre, wenn die Kommission ihre eigene Biodiversitätsstrategie ernst nimmt, die eine Reduktion von Stickstoff-Düngern um 20% fordert.
Wir müssen vielmehr nachhaltige Systeme in der Landwirtschaft fördern, die z. B. mit Leguminosen-Anbau die natürliche Fruchtbarkeit der Böden fördern und wir brauchen einen besseren Einsatz von organischen Düngemitteln.“

 

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