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Der Weltbiodiversitätsrat (IPBES, "Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services") der Vereinten Nationen stellt heute (Montag, 6. Mai, Paris, 13 Uhr) erstmals den zwischenstaatlichen Biodiversitäts-Bericht „Global Assessment Report on Biodiversity and Ecosystem Services" vor. 150 Wissenschaftler aus 50 Ländern bilanzieren die dramatische Lage der weltweiten Biodiversität und geben Handlungsempfehlungen an die Politik, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens, die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung und die Aichi-Biodiversitätsziele zu erreichen, die Biodiversität zu schützen und das Artensterben aufzuhalten. Bereits ein Viertel von 100.000 untersuchten Arten ist vom Aussterben bedroht und das Artensterben wird weiter beschleunigt. Der Weltbiodiversitätsrat ist eine zwischenstaatliche Organisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Bonn, mehr als 120 Länder sind Mitglied.
Martin Häusling, Grünen/EFA-Mitglied im Landwirtschaftsausschuss und stellvertretendes Mitglied im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments, fordert die Kehrtwende für mehr Klimaschutz und eine nachhaltige Landwirtschaftspolitik:

„Die Wissenschaft schlägt Alarm. Die Politik hat es schwarz auf weiß, der Verlust der biologischen Vielfalt und das Artensterben bedrohen die Menschen und den Planeten.

Klimaschutz ist Artenschutz. Die Bundesregierung darf es nicht bei warmen Worten für die Demonstranten der Fridays for Future-Bewegung belassen und muss den Schutz der Biodiversität zur Chefsache machen. Wir brauchen die Kehrtwende für mehr Klimaschutz und für eine nachhaltige Landwirtschaftspolitik. Ein weltweiter Stopp von Glyphosat, die weltweite Verbannung von Plastik aus den Meeren und ein Ende der Abholzung des Regenwalds können das Artensterben und den Verlust der biologischen Vielfalt noch aufhalten. Die Zeit zu handeln ist jetzt.“

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