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Am heutigen Donnerstag um 12 Uhr fällt der Startschuß für eine europaweite Kampagne gegen Einweg-Plastik in Supermärkten. Die von den Grünen im Europäischen Parlament initiierte Kampagne zielt darauf ab, unnötige Plastikverpackungen zu reduzieren. Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen und Mitglied des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments, ist Mit-Initiator:

Plastikmüll ist lästig, umweltschädlich und noch dazu oft schlicht unnötig. Eine enorme Rohstoff- und Energieverschwendung und noch dazu mit negativer Auswirkung auf unsere Klimabilanz. Die Hälfte des Plastiks, das wir benutzen, wird nach einmaliger Verwendung weggeworfen. Im täglichen Leben fällt das besonders bei einem Einkauf im Supermarkt auf, bei dem mit Obst und Gemüse, aber auch z.B. eingeschweißten Teebeuteln oder Keksen viel unnötiges Plastik in den Einkaufskorb wandert. Das muss nicht sein - und es lässt sich ändern. Mit unserer Kampagne geben wir Bürgerinnen und Bürgern in ganz Europa die Möglichkeit, ihre Verbrauchermacht zu nutzen und ganz konkret für eine Plastikreduktion in Supermärkten einzutreten.

Die im Moment erarbeitete neue EU-Gesetzgebung (1) zu Einwegplastik wird nicht ausreichen, der Plastikflut Einhalt zu gebieten. Dazu bedarf es weniger Symbolpolitik und mehr Maßnahmen, die zu deutlichen Resultaten führen. Unsere Kampagne kann hier einen Stein ins Rollen bringen - ich fordere alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich zu beteiligen. Unser Planet kann nur gewinnen, wenn wir unseren Plastikkonsum reduzieren. Der aktuelle Umweltskandal um Plastikteilchen in der Schlei - geschredderte abgelaufene Lebensmittel samt Plastikverpackung - ist ein weiterer trauriger Beleg davon.

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Die Kampagne läuft hier: https://www.tilt.green/useless_plastic_de

Die Plastikkampagne der Grünen fordert Supermärkte dazu auf,

  • sich mit uns gegen Einwegplastik einzusetzen, indem sie die Menge der verwendeten Plastikverpackungen in ihren Läden und während des Lebensmitteltransports reduzieren.
  • ihre Zulieferer zu überzeugen auf sinnlose Verpackungen zu verzichten und ihren Kunden stattdessen - falls nötig und möglich- Alternativen anzubieten.
  • auf Entscheidungsträger in ihren Ländern und in Brüssel Druck auszuüben, um verbindlichen und konkreten neuen Regeln zur Reduzierung der Produktion und des Gebrauchs von nutzlosem Plastik zuzustimmen.

 

(1) siehe: https://martin-haeusling.eu/presse-medien/pressemitteilungen/1941-weg-mit-einweg-plastik-richtlinien-vorschlag-der-kommission-noch-lueckenhaft.html

 

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