Grüne Europagruppe Grüne EFA

Zum gestern veröffentlichten Bericht der unabhängigen Forschungsgruppe Corporate Europe Observator über die Lobbyverflechtungen bei der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), erklärt der Europaabgeordnete und agrarpolitische Sprecher der Grünen/EFA, Martin Häusling:

„Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (engl. European Food  Safety Authority, EFSA) hat die Aufgabe Risiken im Zusammenhang mit der Lebensmittelkette zu bewerten und zu veröffentlichen. Der gestern herausgegebene Bericht von Corporate Europe Observatory (CEO) zeigt klar auf, die Lobbyverstrickungen bei der EFSA reißen nicht ab!
Nachdem schon in der Vergangenheit Grüne und NGOs Verstrickungen von EFSA-Mitarbeitern mit Industrieunternehmen wie Syngenta öffentlich gemacht und den Druck über Jahre aufrechterhalten haben, handelte das Europäische Parlament und verweigerte im Mai 2012 die Entlastung des EFSA-Haushalts 2010.

Zwar hatte die EFSA daraufhin Fehler eingeräumt und personelle Konsequenzen gezogen, aber die Untersuchungen von CEO zeigen ganz klar, die Warnung damals war noch nicht klar genug.
Es ist ein Skandal, dass die EFSA anscheinend wegschaut und falsche Deklarationen ihrer Mitarbeiter einfach ungeprüft durchgehen.
Nun ist nicht nur die EFSA sondern auch die Kommission gefragt, wie sie endlich die Verwicklung zwischen der EFSA und der Industrie beenden will. Wir brauchen eine Agentur für die die Lebensmittelsicherheit in Europa die wirklich unabhängig und zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher arbeitet.

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