Grüne Europagruppe Grüne EFA

Wie nachhaltige Landwirtschaft aussehen könnte und warum wir sie noch nicht praktizieren“

Zur Vorstellung der von ihm herausgegebenen Analyse zur Notwendigkeit einer Ökologisierung der Landwirtschaft erklärt der Europaabgeordnete und agrarpolitische Sprecher der Grünen/EFA, Martin Häusling:

Broschüre Nachhaltige LandwirtschaftIn ihrer Analyse beschäftigen sich Dr. Andrea Beste, Agrarwissenschaftlerin,  und Stephan Börnecke, Journalist, mit den Ressourcen unserer Nahrungsmittelproduktion. Der zentrale Aspekt dabei ist: Wie sollte man mit den Ressourcen umgehen, damit sie in ein paar Jahren nicht zerstört, erschöpft oder degeneriert sind.

Ihre Analyse hat eindeutig gezeigt, dass die Chemie-basierte Landwirtschaft und agroindustrielle Methoden auf Dauer zum Scheitern verurteilt sind. Diese Formen der angeblich modernen Landwirtschaft werden die drängenden Probleme, die durch den Einsatz von Pestiziden und Großtechnik entstehen, nicht lösen können.

Erschreckende Erkenntnisse aus Großbritannien belegen, dass ein „Weiterso“ ins Desaster führt.

Aus meiner Sicht wird immer deutlicher, dass nur der ökologische Landbau in der Lage ist, und zwar gerade in Zeiten des Klimawandels, die Menschheit dauerhaft gut und gesund zu ernähren.

Eine Umstellung auf den ökologischen Landbau ist absolut machbar: Schon zwei Schnitzel weniger je Woche genügten, um wegen des wegfallenden Futterbedarfs jenen Platz zu schaffen, den wir brauchen, um aus Deutschland ein Ökoland zu machen. Der Veggie-Day ist ein sinnvoller Anfang, um diesen überfälligen und zwingend nötigen  Umbau zu starten.  

Bei der Fragestellung, wie es besser geht,  verweisen die Verfasser des vorliegenden Diskussionsbeitrags nicht auf Zukünftiges, auf theoretisch Entwickelbares, sondern beleuchten  Beispiele, die es schon längst gibt. Denn wir wissen schon längst, wie es besser geht. Was dem entgegensteht, ist nicht Unwissen. Es sind handfeste Interessen.

Muss Europa die Welt ernähren? Haben denn unsere Bauern und Regionen was davon? Was sollte drin sein, wenn „Lebensmittelqualität“ draufsteht? Wie können Verbraucher wieder mehr Verantwortung für nachhaltige Landwirtschaft übernehmen? Auch darauf gibt es innovative Beispiele, wie es besser geht, als  heute weitgehend praktiziert. Wir müssen nur die Profiteure benennen und die, die bisher nicht viel davon haben. Dann klärte sich Vieles. Und dann ändert sich Einiges.

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