Grüne Europagruppe Grüne EFA

Zu den Äußerungen von Ilse Aigner bei der gestrigen Hauptalmbegehung im oberbayerischen Grassau erklärt der Europaabgeordnete und agrarpolitischer Sprecher der Grünen, Martin Häusling, der ebenfalls an der Begehung teilnahm:

Frau Aigners gestrige Behauptung, dass sie in den Verhandlungen zur Agrarreform Kürzungen der ersten Säule von 30 Prozent der ersten Säule verhindert hätte, ist eine unbegreifliche Verdrehung von Tatsachen.
Eine solche Kürzung wurde weder diskutiert noch verhandelt. Mit einer 30 prozentigen Kürzung ihrer Direktzahlung haben hingegen nur Landwirte zu rechnen, die nicht bereit sind, sich an ökologische Mindestanforderungen für die Bewirtschaftung ihrer Flächen zu halten.

Hingegen tragen Ministerin Ilse Aigner und Kanzlerin Angela Merkel die volle Verantwortung für die drastischen Kürzungen in der zweiten Säule, die zahlreiche Maßnahmen für mehr Artenvielfalt, Wertschöpfung und den Erhalt von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum massiv und insbesondere die Bergbauern in benachteiligten Gebieten existentiell gefährden werden.

Unverständlich ist auch, warum Ministerin Aigner sich immer noch weigert, eine Umverteilung von oben nach unten vorzunehmen und gerade den kleinen Landwirten einen kräftigen Aufschlag zu gewähren und nicht nur Almosen zu verteilen.

Ihr unermüdlicher Einsatz gegen eine Kappung zeigt, dass Ilse Aigner vielmehr als Schutzpatronin der Großbetriebe tätig wird und es mit der Förderung kleiner Betriebe nicht wirklich ernst meint.

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