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Chile MadimaAvocado ist Gesundheit pur, heißt es. Doch der Anbau der in Europa immer beliebteren Trendfrucht hat ganz erhebliche Nebenwirkungen für die Bauern und Bevölkerung vor Ort. Im November 2016 bin ich nach Chile gereist, um mir selbst ein Bild zu machen und Betroffene wie Akteure zu treffen.
Fazit: Wer bewusst konsumiert, sollte dabei nicht nur die eigene Gesundheit im Blick haben und Avocados aus Chile boykottieren. Denn solange der Absatz boomt, wird es bei den desaströsen Folgen für Menschen und Umwelt in Chile bleiben.

Zur Bewässerung der Monokulturen wird ihnen buchstäblich das Wasser abgegraben. In dem von jahrelangen Dürren geplagten Land ist Wasser zum Luxusartikel geworden. Doch nicht nur dafür muss die Bevölkerung teuer bezahlen, übrigens zum Wohle kanadischer Pensionsfonds. Wer gegen die Monokulturwirtschaft der Großagrarier und den legalisierten Wasserklau protestiert, bekommt es mit den Mächtigsten des Landes zu tun und muss mit Verfolgung, Strafen und Gefängnis rechnen.
Zieht die „Plantagenwirtschaft“ zur Ausbeutung des nächsten Landstrichs weiter, bleiben verwüstete und von Pestiziden hochbelastete Regionen und Böden zurück.
Ein ausführlicher Bericht finden sich im folgenden Artikel von Gaby Küppers von der Heinrich-Böll-Stiftung in Chile, die mich auf der Reise begleitet hat.

ila 401(Dez.2016): Avocado oder Wasser: Boomfrucht zerstört in Chile ganze Regionen

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