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Tierhaltung und Tierschutz

Bessere Berücksichtigung von Umweltrisiken im europäischen Tierarzneimittelrecht gefordert

Bericht von der Veranstaltung des Umweltbundesamtes in der NRW-Landesvertretung am 04.03.2015
Am 04.03.2015 fand in der NRW-Landesvertretung eine Veranstaltung des Um-weltbundesamtes und der Finnish Safety and Chemicals Agency zu Umweltrisiken von Tier-arzneimitteln statt. Damit wurde die Diskussion über die verstärkte Integration von Umweltas-pekten in die neue EU-Tierarzneimittel-Verordnung eröffnet.

150304 Umweltrisiken im Bereich Tierarzneimittel 8x

Von links nach rechts:
Mathilde Harvey (Rapporteur for European procedures, French National Agency for Veterinary Medecinal Products (Anses - ANMV); Thomas Heberer (BVL); Prof. Thomas Backhaus (University of Gothenburg); Martin Häusling (MdEP); Helen Clayton (EU Commission, Directorate-General for the Environment); Ariane van der Stappen (European Commission, Directorate-General for Health and Consumers); Dr. Wolfgang Seidel (UBA/German Environment Agency)

Kompletter Bericht (entnommen aus dem EU-Wochenbericht der NRW-Landesvertretung)

Präsentation von Martin Häusling: Umwelteinwirkungen von Tierarznei

Was steckt im EU-Tierarzneimittel-Paket?

Im September 2014 hat die Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit insgesamt drei Verordnungsvorschläge für Tierarzneimittel und Arzneifuttermittel verabschiedet. Diese werden in den nächsten Monaten im Agrar- (Arzneifuttermittel) bzw. Umweltausschuss (Tierarzneimittel) diskutiert. Als Schattenberichterstatter im Agrar-und Umweltausschuss werde ich mich dafür einsetzen, dass die Verordnungsvorschläge die richtigen Prioritäten setzen. Bislang liegt der Schwerpunkt zu sehr auf den Verkaufsinteressen der Pharmaindustrie und nicht darauf, die Verabreichung von Arzneimitteln möglichst einzudämmen.
Insgesamt muss in diesem Zusammenhang das Ziel sein, Ursachen- statt Symptombekämpfung zu betreiben: Robuste Rassen statt maximaler Leistung, mehr Auslauf für die Tiere und eine Verringerung der Viehdichte kämen der Tiergesundheit zugute und würden die Arzneimittel-Verabreichung stark verringern. Gerade die Verabreichung als Futterzusatz, stellt, die mit Abstand am wenigsten spezifische Behandlungsform dar und muss daher für Antibiotika ganz ausgeschlossen werden.

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Agrarreform 2013: Verpasste Chance für eine grünere Agrarpolitik

Über Monate wurde in Brüssel, Straßburg und Luxemburg über die Reform der Gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP) verhandelt. Das Europäische Parlament, erstmals in der EU-Geschichte an den Verhandlungen beteiligt, stimmte heute über die Kompromisse ab. Als Verhandlungsführer meiner Fraktion in den Trilogberatungen von Rat, Kommission und Parlament habe ich mit all meinen Kräften bis zum Schluss für eine gerechtere und ökologischere Agrarpolitik gekämpft. Die guten Ansätze der Kommission wurden durch die konservativen Kräfte in Rat und Parlament derart abgeschwächt, dass wir Grünen diese lasche Reform nicht mittragen können.

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1. Briefing zum EU-Tierarzneimittelpaket

Was ist das EU-Tierarzneimittelpaket?
Das EU-Tierarzneimittelpaket besteht aus insgesamt drei Verordnungsvorschlägen der Europäischen Kommission. Das Europäische Parlament wird diese Gesetzesvorschläge 2015 diskutieren und weiterentwickeln. Das Augenmerk meiner Arbeit im Europäischen Parlament an den Verordnungsvorschlägen wird dabei besonders darauf liegen, wie der Einsatz von Antibiotika geregelt wird. Momentan werden Antibiotika sowohl in der Human- als auch in der Tiermedizin leider viel zu oft und falsch eingesetzt - mit verheerenden Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier sowie auch die Umwelt. Als Schattenberichterstatter für alle drei Verordnungsvorschläge werde ich mich dafür einsetzen, dass die Verordnungen die richtigen Prioritäten setzen.

Weiterlesen: Briefing zum EU-Tierarzneimittelpaket (pdf)

Ferkelzucht: Wo bleibt die Kontrolle?

Brüssel - Angesichts unhaltbarer Zustände in deutschen Ferkelaufzuchtbetrieben verlangt der Europaabgeordnete und agrarpolitische Sprecher der Grünen/EFA, Martin Häusling in einem  Brief an EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg Auskunft zur Umsetzung entsprechender EU-Vorgaben für den Schutz der Schweine.

„Tierschutzorganisationen und Medien haben offengelegt, dass die Kontrolldichte bei Schweine haltenden Betrieben weit geringer ist als von der Bundesregierung bisher angegeben. Nicht 99,2 Prozent der Betriebe wurden auf Einhaltung der EU-Vorgaben zum Schutz der Schweine überprüft, sondern deutlich weniger.

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Rückblick auf die Veranstaltung „Europäische Investitionen in Tierhaltungsanlagen in Nicht-EU-Ländern“

Die Veranstaltung „Europäische Investitionen in Tierhaltungsanlagen in Nicht-EU-Ländern“ unter der Schirmherrschaft der drei Abgeordneten Martin Häusling MEP (Greens/EFA, Germany), Sidonia Jędrzejewska MEP (EPP, Poland) und Karin Kadenbach MEP (S&D, Austria)  wurde sowohl von den Veranstaltern wie auch von den Teilnehmern als sehr erfolgreich bewertet:

Die aufschlussreichen Vorträge der Redner führten zu einer kontroversen, aber sehr konstruktiven Debatte.

Links zu den vorliegenden Präsentationen von:

- Chetana Mirle, Direktorin Humane Societey International;
- Thierry de l’Escaille; Generalsekretär der Europäischen Grundbesitzerverbandes
- Gilles Mettetal, Direktor für den Bereich Agrarinvestitionen; Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (keine Präsentation vorhanden)

Wir von den Grünen freuen uns vor allem über die Zusicherung des Vertreters der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD):
Zukünftig wolle sie rechtskräftige Standards für artgerechten Tierhaltung einführen, welche den EU Standards entsprächen oder diese sogar überschreiten würden.

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