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Saatgut

Überblick zu den Verhandlungen zur neuen EU-Saatgutverordnung

aktualisiert 26.11.13

Hier erhalten Sie eine Übersicht und Bewertung zum Stand der Verhandlungen zur Saatgutverordnung.

Im Parlament werden derzeit die Änderungsanträge zum Bericht Sergio Paolo Silvestris erarbeitet. Der Bericht selbst wird Anfang nächsten Jahres im Plenum zur Abstimmung gestellt.

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Saatgut-Verordnung: Für Parlamentsberatungen braucht es Druck von Verbänden und Zivilgesellschaft

saatgut-verordnungIn der EU wird derzeit über ein neues EU-weites Saatgutrecht beraten. Wir Grüne fordern im Gegensatz zu den anderen Fraktionen ein Saatgutrecht, das die Vielfalt von Sorten und den freien Zugang zu Saatgut für Bauern und Gärtner wieder in den Mittelpunkt stellt. Die angesteuerte Reform spielt jedoch den industriell agierenden Agrarkonzernen in die Hände, die mit Hybrid- und Turbosorten sowie passenden Dünger- und Pestizidpaketen schon heute die Landwirtschaft dominieren. Bereits heute gibt es einen massiven Mangel an robusten und widerstandsfähigen Sorten, die an die Ansprüche einer ökologisch verträglich produzierenden Landwirtschaft angepasst sind. 

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EU-Saatgutgesetzgebung: Artenvielfalt und Unabhängigkeit statt Monotonie und Monopole!

eu-saatgut-monopolDer Zugang zu Saatgut und die freie Nutzung durch Bauern müssen weltweit nicht geschützt – sie müssen wieder hergestellt werden! Schon heute kontrollieren ein paar wenige große Konzerne mit ihrem Hybrid- und Turbo-Saatgut sowie passenden Dünger- und Pestizidpaketen weite Teile der Landwirtschaft und festigen damit ein industrielles landwirtschaftliches System, das auf massiven Energie- und Chemieeinsatz setzt und weit entfernt davon ist, effizient zu sein oder gar die Menschheit zu ernähren. Die geplante Vereinheitlichung der Saatguterzeugung in der EU setzt völlig falsche Akzente. Die angesteuerte Reform bedient vorrangig die Interessen der Industrie und drängt die Erzeuger von regional angepassten Sorten und ökologischem Saatgut in eine Nische von Kleinproduzenten ab. 

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Freihandelsabkommen USA/EU (TTIP) - No, we can´t

Positionspapier

Seit Jahren ist es im Gespräch. Jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht: Mitte Juni sollen die Verhandlungen zur größten Freihandelszone der Welt  starten.

Mit Nachdruck werden dies- und jenseits des Atlantik die riesigen Chancen des Abkommens für Wachstum und Beschäftigung beworben. Kleingeredet, wenn nicht gar verschwiegen, werden jedoch die riesigen Konfliktfelder im Agrarbereich, der (trotz teils anders lautender Meldungen!) in dem möglichst umfassenden Abkommen mitverhandelt werden soll.

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Gen-Mais 1507 - Kommission darf diesen Mais nicht zulassen

Brüssel - Der Europaabgeordnete und agrarpolitische Sprecher der Grünen/EFA, Martin Häusling, warnt die EU-Kommission davor, kurz vor den Europawahlen ein Gentechnik-freundliches Zeichen zu setzen.

„Es wäre ein fatales Signal, wenn die EU-Kommission mit einer Zulassung des Gen-Mais 1507 kurz vor den Wahlen für ein neues Europäisches Parlament den Willen der Bevölkerung ignorieren würde. Es ist nach wie vor völlig klar, dass die breite Mehrheit der Europäer keine Gentechnik im Essen und auf unseren Feldern wünscht. Diesen erklärten Willen der Menschen muss die Kommission berücksichtigen. Andernfalls verspielt sie das Vertrauen.
Auch nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vor einem Monat gibt es keine Verpflichtung  für die EU, der vom US-Konzern Pioneer vor zwölf Jahren beantragten Zulassung zum Anbau des Gen-Mais 1507 zu entsprechen. Der EuGH hat lediglich eine Entscheidung verlangt, nicht aber auferlegt, wie diese nun auszusehen hat.
Eine Zulassung dieser Maisvariante ist aus meiner Sicht höchst bedenklich.

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Geplante EU-Saatgutreform bedroht Saatgutvielfalt

Brüssel - Zu den Beratungen des EU-Agrarausschusses über die Saatgutgesetzgebung in der Union erklärt der Europaabgeordnete und agrarpolitische Sprecher der Grünen/EFA, Martin Häusling:

 „Die geplante Vereinheitlichung der Saatguterzeugung in der EU setzt völlig falsche Akzente. Die angesteuerte Reform bedient vorrangig die Interessen der Industrie und drängt die Erzeuger von regional angepassten Sorten und ökologischem Saatgut in eine Nische von Kleinproduzenten ab. Ihnen wird zwar in dieser Nische mehr oder weniger freie Hand gewährt, doch eben nur dann, wenn sie eine bestimmte Betriebsgröße nicht übersteigen oder für sehr überschaubare Märkte arbeiten.

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Publikation

Positionspapier