Grüne Europagruppe Grüne EFA

Lebens- & Futtermittel (Kennzeichnung & Sicherheit)

Klonen von Nutztieren – eine ‚todsichere‘ Anwendung?

Agrobiotechnologie: Risiken und Konsequenzen des Einsatzes von Klontieren für die Lebensmittelerzeugung
Autoren: Christoph Then & Ruth Tippe
Mai 2010 - Ein Report von Testbiotech im Auftrag von Martin Häusling, MEP


Titelbild Klonfleisch

Das Klonen von Tieren für die Produktion von Lebensmitteln ist in der Europäischen Union Gegenstand kontroverser politischer Debatten. Die Europäische Kommission will Produkte von geklonten Tieren gemäß der Novel-Food-Verordnung (Verordnung über neuartige Lebensmittel) behandeln. Laut einer Empfehlung des EU-Ministerrates sollen Produkte von geklonten Tieren und deren Nachkommen zunächst unter die Novel-Food-Verordnung fallen und später dann in speziellen Gesetzen behandelt werden.

Das Europäische Parlament forderte 2008 in einer Resolution ein sofortiges Verbot der Vermarktung sowie des Imports von Klontieren und daraus hergestellten Lebensmitteln und bestätigte 2009 seine Haltung in der Entschließung zu neuartigen Lebensmitteln. Seiner Meinung nach solle das Klonen von Nutztieren grundsätzlich einer Genehmigungspflicht unterliegen. Im März 2011 scheiterten die Verhandlungen zwischen Parlament, EU-Kommission und den Mitgliedsländern.

Zusammenfassung der Studie und Fazit von Martin Häusling

  

Pferdefleischskandal: Borg stiehlt sich aus der Verantwortung

 Die EU-Kommission darf nicht abwiegeln, sondern muss den Pferdefleischskandal unverzüglich aufklären

Zum Pferdefleischskandal und der Rolle der europäischen Institutionen erklärt Martin Häusling, agrarpolitische Sprecher der Grünen/EFA:
„Beschwichtigende Äußerungen des EU-Gesundheitskommissars Tonio Borg, es handle sich um ein reines Kennzeichnungsproblem, zumal keine Gesundheitsgefahr bestehe,  zeigen, dass Borg weder die Dimension des Skandals begriffen noch die Aufgabe der EU verstanden hat.  Die EU ist die einzige Institution, die diesen Fall von länderübergreifendem Betrug aufklären und in Zukunft verhindern kann. Dazu bedarf es nicht nur der Einschaltung des EU-Schnellwarnsystems für Lebensmittel und Futtermittel RASFF. Vielmehr muss sich das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) einschalten.

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FÜR EIN GENTECHNIKFREIES EUROPA

gentechnikfreies-europa

Die Fraktion GrüneEU/EFA kämpft für ein gentechnikfreies EUropa, eine unabhängige Risikobewertung und eine Kennzeichnung von Produkten wie Milch, Fleisch oder Eier von Tieren, die mit gentechnisch-veränderten Lebensmitteln gefüttert wurden.

 

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