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Am 8. November 2016 fand im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments ein Workshop zur Reform der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 statt. Hierbei wurde eine dreiteilige Studie zu den wichtigen Politikfeldern Direktzahlungen, Marktmechanismen und Ländliche Entwicklung vorgestellt.

Alan Matthews, Professor Emeritus für Europäische Agrarpolitik am Trinity College in Dublin, machte hier einen mutigen Vorstoß. Er stellte in seiner Studie über die Zukunft der Direktzahlungen ganz klar fest: Die erste Säule ist kein wirksames Instrument, um das Betriebseinkommen im Agrarsektor langfristig zu sichern und hilft daher den europäischen Bäuerinnen und Bauern in der derzeitigen Krise nicht. Außerdem könne man in den Greening-Instrumenten bisher keine ökologische Lenkungswirkung feststellen. Matthews unterstützt daher genau wie ich die Forderung nach einer Neuausrichtung der Europäischen Agrarpolitik.

Professor Emeritus Louis-Pascal Mahé vom Agrocampus Rennes in Frankreich ging scharf mit der Krisenpolitik der EU – insbesondere im Bereich Milch - ins Gericht. Diese Krise sei nach dem Ende der Milchquote vorhersehbar gewesen und hätte mit entsprechenden Marktsteuerungen gemildert werden können - bei deutlich geringerem finanziellem Aufwand für die Gemeinschaft. Sein Vortrag fällt ein vernichtendes Urteil über die aktuelle EU-Milchpolitik.

Thomas Dax von der Bundesanstalt für Bergbauernfragen stellte die Frage, ob die jetzigen Programme für den ländlichen Raum auf die einzelnen Regionen ausreichend zugeschnitten seien und ob sie mit anderen EU-Programmen genug verzahnt sind.

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