Grüne Europagruppe Grüne EFA

150916 landgrabSeit 2001 wurde in Asien, Afrika, und Südamerika eine Fläche dem Zugriff der lokalen Bevölkerung entzogen und in (meist) ausländische Hände überführt, die  größer als Westeuropa ist. Sowohl das Tempo der Landnahme als auch der Umfang der Transaktionen haben in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Inzwischen ist sogar Europa und hier vor allem Osteuropa davon betroffen.

Europa ist dabei direkt mitverantwortlich für Landgrabbing, ja es ist unter anderem aufgrund seiner Biosprit-Politik (Erneuerbare-Energien-Richtlinie) sogar weltweit einer der Haupt-Treiber. Die FAO hat bereits 2009 die Biosprit-Politik der EU als wesentlichen Motor des Landgrabbings identifiziert.

2014 hat Kommissionspräsident Juncker in seiner Antrittsrede vor dem Europaparlament gesagt: „Ich will kein Europa, als Nebenschauplatz der Geschichte… Ich will ein Europa im Zentrum des Geschehens, ein Europa, das sich weiterentwickelt, ein Europa, das seine Bürgerinnen und Bürger und seine Interessen schützt und anderen als Vorbild dient…“

Europa als Vorbild?  Dies darf – besonders bezogen auf das Phänomen „Landgrabbing“  - skeptisch hinterfragt werden!

In meinem Positionspapier zeige ich die Verantwortung Europas auf und wie es seine Rolle als Treiber des Landgrabbings ändern kann.