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Das Europäische Parlament hat heute mehrheitlich Einspruch gegen die Importzulassung der gentechnisch veränderten Soja-Sorte DAS-68416-4 eingelegt. Erstmals wurde dabei über eine Gentechnikpflanze beraten, die gegen gleich drei Unkrautvernichtungsmittel resistent gemacht worden ist.

Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher und Mitglied des Umweltausschuss des Europäischen Parlaments, kommentiert.

"Mit diesem Abstimmungsergebnis macht das Europäische Parlament es ganz deutlich: Wir wollen und wir brauchen kein Gentec-Soja. Es irritiert, dass noch immer über ein so unsicheres Produkt wie Gen-Soja verhandelt werden muss. Die Fakten sprechen für sich: im Falle der heute abgestimmten Gensorte belegen Auskünfte verschiedener EU-Länder, dass bei dem gegen verschiedene Pestizid-tolerant gemachten Gen-Soja keine Gewähr für deren Unbedenklichkeit für Gesundheit und Umwelt gegeben werden kann. Im Gegenteil, unabhängige Forschung belegt die gravierenden Gesundheitsschädigungen durch den Anbau des Gen-Sojas: dieselben Pestizide, die das Gen-Soja zu einer profitbringenden Pflanze für multinationale Konzerne heranwachsen lassen, vergiften Wasser und Luft und so auch diejenigen Menschen, die z.B. als Arbeiter vor Ort mit den Pestiziden in Kontakt kommen. Zudem schädigt der Anbau des Gentec-Soja die Artenvielfalt."

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