Grüne Europagruppe Grüne EFA

Brüssel - Die Grünen im Europäischen Parlament bedauern das Votum  des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments, den Handel von Nano-Lebensmitteln und dem Fleisch der Nachkommen  geklonter Tiere zu erleichtern. Martin Häusling, Mitglied des Umweltausschusses, kommentiert das Ergebnis:

„Dieser Kompromiss ist eine Enttäuschung, ein Rückschritt und das Gegenteil dessen, was der Umweltausschuss selbst noch im November 2014 selbst beschlossen hatte. Auf Druck der Regierungen und der Lobbyisten haben die Vertreter  des EU-Parlaments alle Voten des Umweltausschusses zu den Akten gelegt. Es gibt kein Moratorium für Nano-Lebensmittel mehr. Nur mit einem Moratorium aber wäre gewährleistet, dass Lebensmittel, die mit Hilfe von Nanotechnologie hergestellt wurden, erst nach einer entsprechenden Unbedenklichkeitsüberprüfung in Umlauf gebracht werden dürfen.
Es ist zudem Verbraucher-feindlich, dass keine Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel aus geklonten Tieren und deren Nachfahren vorgesehen ist. Diese Kennzeichnung ist aus meiner Sicht mindestens  solange zwingend, wie es  keine eigene Gesetzgebung zu Lebensmitteln aus geklonten Tieren gibt.

Wir müssen mit neuartigen Lebensmittel höchst umsichtig verfahren. Die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit sowie die Gesundheit von Tieren und auf die Umwelt sind noch viel zu wenig bekannt. Niemand kann heute die Folgen dieser Lebensmittel auf die menschliche Gesundheit vorhersagen. Die Grünen/EFA-Fraktion wird deshalb dafür streiten, dass dieser Beschluss vom Europäischen Parlament wieder  gekippt wird."

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