Grüne Europagruppe Grüne EFA

McDonalds-Hühnchen dürfen wieder mit gentechnisch verändertem Soja gepäppelt werden. Dazu erklärt der Europaabgeordnete und agrarpolitische Sprecher der Grünen/EFA im Europäischen Parlament, Martin Häusling:

„Die Fastfood-Kette McDonalds hat endlich zugegeben, dass es ihr wie auch Aldi und Co beim Umschwenken auf Gentec-Futter nur um eine miese Preisdrückerei geht. McDonalds bestätigt die von Futtermittelhändlern und brasilianischen Farmerorganisationen mehrfach belegte Tatsache, dass es genug gentechnikfreie Ware aus Übersee gibt. Die in Europa gemästeten Hähnchen könnten also weiter mit konventioneller Soja gefüttert werden.    
Es geht McDonalds um wenige Cents, die der Chickenburger teurer wäre, vielleicht sogar nur um einen einzigen Cent je Burger, wie Greenpeace ausgerechnet hat. Denn gentechnikfreie Soja ist etwa 30 Prozent teurer. Rund 90 Prozent des Preisaufschlags  aber kommen allein deshalb zustande, weil die gentechnikfreien Futtermittel in einem getrennten Verfahren geerntet und auch separat von anderer Ware nach Europa verschifft werden müssen. Nur so kann eine Vermischung mit der Gentechnik vermieden werden. Die Zusatzkosten, sie machen etwa sieben Cent pro Hähnchen aus, entstehen also allein dadurch, dass Monsanto und Co frei schalten und walten können.
Sieben Cent, das ist in etwa der Betrag, den Bauern als Gewinn je Hähnchen erzielen können. Doch die Erzeugerpreise werden ständig nach unten gedrückt. Auf der Strecke bleiben dabei die Bauern – und die Verbraucher. Sie müssen nun, greifen sie überhaupt noch zu einem Chickenburger, gegen  ihren Willen Gentechnik schlucken. Damit alles schön billig bleibt.“  

Weitere Informationen:
Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament - Martin Häusling
Tel. +32-2-284-5820, Fax +32-2-284-9820 Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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