Grüne Europagruppe Grüne EFA

Vor dem Brüsseler Sitz der Bayer AG haben am heutigen Donnerstag Mitglieder der  Fraktion der Grünen/EFA zusammen mit Umweltverbänden gegen die geplante Übernahme des US-Konzerns Monsanto durch Bayer demonstriert. Vor der morgigen  Bayer-Hauptversammlung in Bonn warnten die Grünen  die Bayer Aktionäre: Sie  müssten erkennen, wie fatal die Monsanto-Übernahme sich auf Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucher auswirken würde. Martin Häusling, agrar- und umweltpolitische Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament, kommentiert:

„Die geplante Monsanto-Übernahme ist eine schlechte Nachricht für Landwirte, Umwelt und Ernährungssicherheit in einem Bereich, in dem es bereits eine hohe Konzentration von Marktmacht gibt. Sie wurde zuletzt durch den Kauf von Syngenta durch Chem China weiter verschärft.

Der Leverkusener Bayer Konzern strebt mit der Übernahme an, der mächtigste Agrarkonzern der Welt zu werden. Der Konzern will seine führende Stellung in der Herstellung von Agrochemikalien mit der Marktführerschaft für Saatgut und Agrogentechnik des vormaligen Konkurrenten vereinen. Das dies keine positiven Folgen für die Umwelt, die Landwirte und die Verbraucher haben wird, ist abzusehen.

Wir appellieren an die Vernunft der Bayer Aktionäre, eine derartige Markt-Macht-Konzentration für Saatgut, Pestizide und Gentechnik nicht mitzutragen. Damit wird die Unabhängigkeit von Erzeugern, die Wahlfreiheit von Verbrauchern, die Vielfältigkeit unserer Lebensgrundlagen und das Recht auf Ernährungssouveränität weltweit bedroht. Die Aktionäre sollten es sich gut überlegen, ob sie wirklich einen Konzern mittragen wollen, der sein Geld mit Risikotechnologien verdient. Dabei ginge es so einfach: Statt mit den anderen Mega-Fusionen im agro-chemischen Bereich zu konkurrieren, könnte Bayer mit guten Beispiel vorangehen und in eine nachhaltige, gentechnikfreie Landwirtschaft sowie agrarökologische Lösungen investieren."

Weitere Informationen:

- Brief an die BAYER-Aktionäre vom 27.04.2017
- Brief an EU-Kommissarin Vestager vom 22.09.2016

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