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EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hat auf einen Brief der Abgeordneten verschiedener Fraktionen im Europäischen Parlament geantwortet und in ihrem Schreiben zugesichert, die Argumente gegen den Kauf des Saatgutkonzerns Monsanto durch den Chemiekonzern Bayer in die Prüfung um ein kartellrechtliches Verbot der Übernahme sorgfältig einzubeziehen.  Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher, und Sven Giegold, finanz- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen im Europäischen Parlament, kommentieren:

 

„Wir begrüßen, dass die EU-Wettbewerbskommissarin rasch und entschieden auf unsere vorgetragenen Bedenken reagiert hat. Margrethe Vestager hat bereits mehrfach bewiesen, dass sie zu ihrem Wort steht und in der Lage ist, ihren Worten auch Taten folgen zu lassen.

Wir können Margrethe Vestager nur wünschen, dass sie für ihren Kurs, mit dem sie für viele EU-Bürgerinnen und Bürger Vertrauen in die Handlungsfähigkeit der Europäischen Union beweist, die nötige Unterstützung aus den EU-Mitgliedsstaaten erhält - allen voran aus Deutschland als Stammsitz des neuen Mega-Konzerns.

Bisher ist davon nichts oder nur sehr wenig zu spüren. Während der deutsche Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) sich in Schweigen hüllt, begrüßte Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) bereits das große Potential der Übernahme. Eine Politik im Interesse einer multifunktionalen Landwirtschaft mit vielfältigen Wertschöpfungsketten, die das Einkommen von Bäuerinnen und Bauern sichert und Arbeitsplätze im ländlichen Raum erhält, sieht anders aus.“

Antwortschreiben EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager vom 03.10.2016

Schreiben der EU-Abgeordneten an EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager vom 22.09.2016

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