Grüne Europagruppe Grüne EFA

Brüssel - Der Ständige Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel berät morgen über die wissenschaftlichen Kriterien zur Bestimmung von hormonell wirkenden Stoffen (sogenannte „endokriner Disruptoren“*). Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion und Mitglied im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments, kommentiert:

„Für die Definition der hormonell wirksamen Substanzen hat die EU-Kommission diverse Ausnahmen vorgeschlagen, die darauf hinauslaufen, dass sie die Interessen der Pestizidindustrie über die Gesundheit stellt. Die EU-Kommission geht mit ihrem Vorschlag zudem weit über ihr Mandat hinaus: So setzt sie zu hohe Anforderungen, um  eine mögliche Schädigung des Hormonsystems durch eine Substanz nachzuweisen. Damit bleibt im Zweifel die Gesundheit auf der Strecke, denn die Kommission missachtet das europäische Vorsorgeprinzip.
Für sinnvolle und ausreichende gesetzliche Regelungen brauchen wir jedoch weitergehende Kriterien für die Identifikation dieser gesundheitsschädigenden Substanzen. Die Mitgliedstaaten müssen sich im Ständigen Ausschuss gegen diese Verwässerung des Vorsorgeprinzips einsetzen und den Vorschlag der EU-Kommission zurückweisen.“
 

Rede Martin Häusling im EP:
http://www.martin-haeusling.eu/presse-medien/videos-und-radiobeitraege/1204-02-02-16-rede-im-ep-zu-endokrinen-disruptoren.html

* Die Schadstoffe können durch Veränderung des Hormonsystems die Gesundheit schädigen. Sie befinden sich unter anderem in Konservendosen, Kosmetika und Pflanzenschutzmitteln. Mit zwei Jahren Verspätung hatte die EU-Kommission im Juni ihren Vorschlag für die Kriterien der Schadstoffe vorgelegt.

 

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