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Brüssel -  Länderagrarminister treffen Hogan
Vor dem Treffen der deutschen Länderagrarminister mit EU-Agrarkommissar Phil Hogan am morgigen Freitag in Brüssel appelliert der agrarpolitische Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion im Europaparlament, Martin Häusling, am Ziel einer Mengenreduzierung festzuhalten:

„Ich begrüße es außerordentlich, dass die Agrarministerkonferenz mit EU-Agrarkommissar Phil Hogan und dem EU-Agrarausschuss über die Konsequenzen aus dem Milchdesaster sprechen will. Die deutschen Länder-Agrarminister hatten im April mit einem weitreichenden, konsequenten Beschluss einen wesentlichen Beitrag zur Lösung der Milchkrise gemacht. Ihr Vorschlag, mit einer europaweit angeordneten Mengenreduzierung auf die Krise zu reagieren, geht in die richtige Richtung. Ohne eine für alle verbindliche Mengenreduzierung, davon bin ich überzeugt, werden sich der Preisverfall nicht aufhalten und die Rückkehr zu einem vertretbaren Preisniveau nicht realisieren lassen.
Ich hoffe sehr, dass die Länder-Agrarminister diesen von ihnen selbst im April verfolgten, kompromisslosen Weg morgen bei ihrem Treffen mit Hogan geschlossen verteidigen werden. Denn nur dann, wenn weniger Milch produziert wird, können auch die Preise wieder anziehen. Nur für diesen Fall haben auch Liquiditätshilfen einen Sinn, denn sie verpuffen, wenn sie nicht von Mengen reduzierenden Eingriffen begleitet werden.“
 

Hintergrund:
Die Sondersitzung von Bundes- und Länderagrarministern findet am Freitag, 15. Juli in Brüssel statt. Zu dem Treffen sind EU-Agrarkommissar Phil Hogan und der französische Agrarminister Stéphane Le Foll geladen sowie am Nachmittag der Vorsitzende und die Fraktionssprecher des EU-Agrarausschusses. Am Montag darauf, dem 18. Juli, folgt der nächste EU-Agrarministerrat in Brüssel. Dort will EU-Kommissar Hogan den versammelten Agrarministern der EU-Mitgliedstaaten einen Vorschlag für ein zweites Hilfspaket für die Landwirtschaft machen.

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