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Straßburg -  Aktuelle Meldungen[1]  bringen endlich Gewissheit: Das Zika-Virus ist verantwortlich für die Entstehung der Schädelfehlbildung Mikrozephalie bei Babys. Martin Häusling, Mitglied des Umwelt- und Gesundheitsausschusses des Europäischen Parlaments, der als verantwortlicher grüner EU-Parlamentarier für die Erarbeitung des gestern verabschiedeten Entschließungsantrages zu Zika zuständig war, kommentiert:

„Die Bestätigung, dass das Zika-Virus tatsächlich verantwortlich ist für Mikrozephalie, schafft Klarheit. Nun ist es möglich, zielgerichtet zu agieren, um die Ausbreitung des Virus einzuschränken und den betroffenen Menschen bestmöglich zu helfen. Der gestern vom Europäischen Parlament verabschiedete Antrag kommt gerade zum rechten Zeitpunkt. Er präsentiert die wichtigsten Handlungsaspekte bei der Erforschung und Bekämpfung dieses aggressiven Virus.
Viele Fragen sind aber noch ungeklärt, zum Beispiel wie häufig eine Ansteckung mit dem Virus tatsächlich Mikrozephalie auslöst. Weitere Forschung ist also dringend erforderlich. Der von mir in den Antrag eingebrachte Punkt zu den Rechten des geistigen Eigentums, der von der Mehrheit der Abgeordneten angenommen wurde, besitzt deshalb hohe Brisanz: Er gewährleistet, dass die Ergebnisse von Forschungen, die von öffentlichen Geldern finanziert werden, frei von Rechten des geistigen Eigentums sind und die entwickelten Produkte zu für die Patienten erschwinglichen Preisen angeboten werden. Da die große Mehrheit der bislang von Zika betroffenen Menschen über geringe finanzielle Mittel verfügt, ist dies entscheidend bei der gezielten Behandlung der Patienten.
Klar aber ist eines: Ein Chemiekrieg gegen die Mücke wird nicht zu gewinnen sein. Vielmehr muss die Bekämpfung bei den Ursachen der Zika-Mücken-Verbreitung ansetzen.
Auf keinen Fall dürfen sich Fehler, die bei Ebola gemacht wurden, wiederholen. Damals wurde zu spät mit der Eindämmung und Bekämpfung des Virus begonnen. Wir sollten zudem nicht vergessen, dass Zika keine Sache des fernen Südamerikas allein ist: Spätestens im Sommer zur Fußballweltmeisterschaft und den Olympischen Spielen werden Menschen aus der ganzen Welt nach Brasilien reisen - das am stärksten vom Virus betroffene Land. Rasches Handeln ist also gefragt, wenn eine globale Ausbreitung verhindert werden soll“

Link zum Entschliessungsantrag: http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+MOTION+B8-2016-0449+0+DOC+XML+V0//DE
 
Mehr zu Zika von Martin Häusling findet sich hier:
http://www.martin-haeusling.eu/themen/klima-umwelt-bodenschutz-pestizide/1282-zika-ep-stimmt-seine-position-ab-und-fordert-kommission-zum-handeln-auf.html

http://www.martin-haeusling.eu/presse-medien/pressemitteilungen/1259-zika-geht-uns-alle-an.html

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[1] http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/zika-forscher-weisen-zusammenhang-mit-mikrozephalie-nach-a-1087072.html und http://www.tagesschau.de/ausland/zika-165.html

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